Thema: Umwandlung von Papier-und eMail-Rechnungen in X-Format

erstellt am: 26.07.2019 10:03

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Projekt eRechnung
Umwandlung von Papier-und eMail-Rechnungen in X-Format


Ab November 2020 müssen alle öffentlichen Auftraggeber auf Bundes-, Länder und Kommunalebene fähig sein, elektronische Rechnungen empfangen und verarbeiten zu können. Reine eMails, PDF-Dateien und eingescannte Papierrechnungen sind laut EU-Vorgabe aber keine eRechnungen.

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Kommentar zu: Umwandlung von Papier-und eMail-Rechnungen in X-Format
26.07.2019 10:03

Die Einleitung ist falsch: Schon ab November 2019 müssen alle öffentlichen Auftraggeber auf Bundesebene fähig sein, elektronische Rechnungen empfangen und verarbeiten zu können. Auf Länder- und Kommunalebene ist es April 2020.
Ab November 2020 müssen die Lieferanten dann auch die Rechnungen elektronisch senden, abgesehen von Bagatellbeträgen.

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martin.winter@bmi.bund.de





dabei seit: 10.08.2016

Beiträge: 2

RE: Umwandlung von Papier-und eMail-Rechnungen in X-Format
21.08.2019 17:02

Mir ist bis heute nicht klar geworden, was dieser Zwang zur Umstellung auf XRechnung soll. Es ist eingeübte Praxis, PDF-Formate oder OCR-gewandelte Papierrechnungen entgegen zu nehmen und elektronisch weiter zu verarbeiten. Spezialisierte Dienstleister nehmen diese (wie auch XRechnung oder ZUGFeRD) für kleines Geld entgegen und stellen einem diese in dem gewünschten Format zur Verfügung. Ich kann hier kein Defizit erkennen.
Ich erhalte als Auftraggeber alle Rechnungen im gleichen Format von meinem Dienstleister und kann meinen Aufwand bzgl. der Vorverarbeitung der Rechnungen minimieren. Die Verarbeitung geschieht durchgehend und medienbruchfrei.
Der Auftragnehmer andererseits wäre vollkommen frei in der Formatwahl und bräuchte sich nicht um die lokale Gesetzgebung in der EU zu kümmern. Niemand hätte ein Problem.
So bin ich schon gespannt, was passiert, wenn die öffentliche Hand gegenüber international agierenden Unternehmen versucht, ihr XRechnungsformat durchzusetzen. Das wird bestimmt noch spaßig.
Im Ergebnis werde ich voraussichtlich nie 100% erreichen (Was ich im oben beschriebenen Dienstleistermodell schon hinbekommen kann) Also muss ich weitere Eingangskanäle für andere Formate offen halten, außer ich versuche tatsächlich alle Rechnungen abzulehnen, die nicht als XRechnung eingehen. Ich bin mal gespannt, was dazu die Gerichte sagen werden, wenn ich Rechnungen nicht bezahle, weil mir das Format nicht passt.
* zuletzt geändert von: martin.winter@bmi.bund.de am 21.08.2019 um 17:02 Uhr *

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