Thema: Landtag beschließt eGovernment-Gesetz

erstellt am: 27.04.2018 15:54

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Thüringen
Landtag beschließt eGovernment-Gesetz


Der Thüringer Landtag hat das erste Thüringer eGovernment-Gesetz beschlossen. „Mit dem Thüringer eGovernment-Gesetz beginnt in Thüringen nun rechtlich fixiert die digitale Wende“, sagt der Thüringer Finanzstaatssekretär und CIO Dr. Hartmut Schubert.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Landtag beschließt eGovernment-Gesetz
27.04.2018 15:54

Schön. Aber auch hier bleibt man die zentrale Antwort schuldig: Wie wollen Sie das alles umsetzen? Mit Juristen als Projektleitern? Mit Verwaltungsbeamten der 3. QE auf operativer Ebene? Viel Vergnügen. Wann begreift die Verwaltung auf Länderebene endlich, dass die Digitalisierung nur mit erfahrenen Fachkräften umgesetzt werden kann? Also z.B. mit Quereinsteigern aus der Wirtschaft; erfahrene BWLer, ITler usw. Die kommen aber nur, wenn mehr als nur Bezahlung nach TV-L geboten wird, nämlich die Chance auf Verbeamtung in die 4. QE!

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nicht registrierter User


RE: Landtag beschließt eGovernment-Gesetz
27.04.2018 16:55

Nicht schön.
Was hat ein Chemiker mit null IT-Expertise als CIO zu tun als das nachzuplappern, was er vorgesetzt erhält! Dies gilt auch für andere CIOs mit fachfremden Background.

Dass Dienstrang und Sold keine Gewähr bieten für professionelles Arbeiten, dass konnte man bereits beim Niedergang der deutschen DV-Technik mit erleben. Die größten Pleiten wurden jeweils eingeleitet und verusacht von Spitzen-Managern und nicht von gering verdienenden und niedrig eingestuften Mitarbeitern.

So lange jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kochen darf, so lange Nachnutzung weitgehend verpönt ist, so lange sog. Beratungsgesellschaften wie die Maden im Speck von der öfftl. Hand genährt werden, so lange könnte man ja auch gutes Personal außerhalb üblicher Behördenkarrieren direkt bestellen. Die Externen (meist illegale Leiharbeitnehmer unter Berater-Flagge mit Schein-Werkverträgen)werden ja auch bestellt und müssen von den Personalräten geduldet werden. Sogar bei der EU-Kommission gab und gibt es Fälle von Direkt-Verträgen, und fallweise gab es auch schon welche seit den 1960er Jahren bis heute in Bundes- und Ladesbehörden, bei Banken und Versicherungen ohnedies.
Eine in Aussicht gestellte Verbeamtung hingegen könnte für IT-Fachleute wohl nur geringer Anreiz sein. Schließlich handelt es sich dabei auch um keine hoheitlichen Aufgaben, und dynamische, tüchtige Fachkräfte suchen und brauchen nun mal keine bequemen Ruhekissen...

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nicht registrierter User


RE: Landtag beschließt eGovernment-Gesetz
02.05.2018 08:52

Nicht kochen darf sondern kochen muss - Föderalismus!

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nicht registrierter User


RE: Landtag beschließt eGovernment-Gesetz
06.05.2018 10:36

Es geht nicht um schön oder nicht schön - es geht um Zukunft !
Wer sich auskennt - das E-Government Gesetz ist auch für Thüringen wichtig, denn ist eine Rechtsrahmen für die weitere rechtliche Veränderungen in der Landesrechtsordnung. Und damit auch ein Ordnungsrahmen zur Ausgabe von Steuergeld nach Haushaltsordnung. Die Frage der Wirkung des Gesetzes wird sich in der Untersetzung zeigen - wird das Ziel nun in den parteipolitischen Mühlen zermahlen, oder gelingt ein übergreifender Konsens auch in Detailfragen? Ein starker CIO mit nennenswerter Mannschaft im Kabinett könnte ordnend wirken.
Der von Kommentator hergestellt Zusammenhang zwischen der Ausbildung und dem Wirken ist nicht nachvollziehbar und unsachlich - in der IT Branche gibt es mehr Seiteneinsteiger als in vielen anderen Branchen. Und das sind oft die kreativen Leistungsträger - ein Informatikstudium ist noch lange keine Bestätigung, das danach Entwicklungsprozesse kreativ und zielorientiert beherrscht werden.
Ebenso ist den Aussagen zu der Vergütung zu widersprechen. Verbeamtung ist sicher der falscheste Weg - weil damit die Kosten und Lasten nur in die Zukunft ohne wirkliche Idee zur Lösung verschoben werden. Nur in wenigen Fällen dürfen IT Aufgaben wirklich in den Bereich der hoheitlichen Aufgaben fallen. Es ist richtig, das mit dem TVL für den Bereich der IT eine Schieflage bezogen auf die Bereiche der allgemeinen Verwaltung eingetreten ist - die Bewertung der Dienstposten für IT Aufgaben muss angeglichen werden. Aber dennoch sind die Stellen offenbar nicht ganz so unattraktiv, denn es bewerben sich nach wie vor auch gute Leute auf die Jobs im öffentlichen Dienst. Denn neben dem sicheren Verdienst sind das fast unkündbare, lebenslange Arbeitsverhältnis ein Bonus, der bei dem Verdienst hinzugerechnet werden muss. Damit kann eine sorgenfrei und langfristige Lebensplanung aufgebaut werden - wer kann da in der Wirtschaft mithalten?
Das Problem ist nicht die Vergütung der IT Mitarbeiter - es ist ein Systemisches welches durch das noch aus Gründungszeiten stammende Beamtenrecht (gilt auch für Tarifbeschäftigte) hervorgerufen wird. Hier bedarf es grundsätzlicher Veränderungen. Ein E-Government Gesetz kann ein kleiner Baustein zur Veränderung auch dafür werden.

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