Thema: Zentrale Herausforderungen des Digitalen Wandels

erstellt am: 10.09.2015 16:57

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Ministerin Wanka übernimmt Leitung der IT-Gipfel-Plattform
Zentrale Herausforderungen des Digitalen Wandels


Die digitale Transformation beeinflusst Bildung, Wissenschaft und Forschung – und holt sich gleichzeitig dort neue Impulse. Um den Digitalen Wandel strategisch zu nutzen, wurde die IT-Gipfel-Plattform „Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft“ ins Leben gerufen.

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woksoll





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Kommentar zu: Zentrale Herausforderungen des Digitalen Wandels
10.09.2015 16:57

Ist das ein Gedenkgottesdienst?
Ich kann mich erinnern, wie wir 1988, also vor 27 Jahren, also einer Generation, an der TU Berlin ca. 5.000 Arbeitsplätze gegen den Widerstand des BMFT an das Internet gebracht haben (die wollten lieber esoterische OSI-Software, wo eine Vax 11/780, die im Cern hunderte von Hackern gleichzeitig bediente, mit 3 Mailusern zusammenbrach). Zeitgleich liefen nach dem Hochschulbauförderungsgesetz das Programm WAP (Wissenschaftlerarbeitsplatz) und CIP-Pools (Computerinvestitionsprogramm für dei Studenten). Bauingenieure rechneten Erdbeben im Yangtse-Staudamm in China und konnten interaktiv mit der Maus Baustruktur (Finite Elemente) wegnehmen, um im Inneren nach Rissen zu suchen. Psychologen machten Data Maining mit SPSS (andere Hochschulen mit SAS): Faktorenanalyse, die man auch in der Mechanik für die Hauptspannungstransformation bei Dehnungsmessstreifen nutzt. Die Kids schrieben ihre Arbeiten mit Word, Excel und Powerpoint. Ich habe eine schicke Studienarbeit geschrieben, die mit Turbopascal und Assembler einen Entstaubungsreaktor (Heißgasentstaubung mit Keramik statt Niedertemperatur-Anoden) steuerte. Für Fortan haben wir im Rechenzentrum schicke Software gehabt, mit der man Numerikpakete und Grafikpakete anstöpseln konnte und die Massendaten anfitten und für die Veröffentlichung ausgeben konnte. Wir hatten AutoCad und andere CAD-Pakete. In den Nachbarhochschulen bis nach Sachsen wurden die Studenten mit HIS aus Hannover verwaltet. Ich habe jahrelang Anwendungsberatung da gemacht und wir haben Schulungen konzipiert und durchgeführt.
OER ist heute in Deutschland nicht so wichtig, da die aktuelle Regierung mehr Wert auf Urheberrecht (Leistungsschutzrecht, Störerhaftung) und Totalüberwachung (immer noch kein freies WLAN, enge Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten). Open Data ist von der Bundesregierung nicht gewünscht. Während in Nachbarstaaten Regierungen zweistellige Millionenbeträge (in Pfund) investieren, gibt es in der deutschen Regierung kein nennenswertes Budget. Und es gibt keine Kompetenz, Open Data zu nutzen. Die Bundesregierung hat bisher ihre Kompetenz dahin verstärkt, Informationsfreiheitsgesetze zu boykottieren. Akten zu schwärzen, zu löschen, verschwinden zu lassen.
Das muss also ein katholischer Gedenkgottesdienst sein: 25 Jahre erfolgreicher Boykott der Digitalisierung (u.a. durch MinisterInnen, deren herausragende wissenschaftliche Leistung das Fälschen einer Promotion war und sie wie der Verteidigungsminister als Betrügereien nicht zu halten war).
Oder es ist wie bei den vorigen IT-Gifpeln ein schicker Event der Krawatten-Spesenschickeria, die sich nach den Schnittchen befriedigt auf die Schultern klopft: Gut, dass wir mal drüber geredet haben! So wie bei den Breitbandgipfeln, die seit über 10 Jahren laufen: Breitband kommt. Irgendwann. Vielleicht auch in Deutschland. 1,7 Mrd €. Das schmeißt die Verteidigungsministerin in einer Woche für unbrauchbare Waffen weg. Klar messbare Prioritäten.
Ich freue mich schon auf die Videos der Studenten von der gestifteten Hochschule, wo dann wieder Promis staatstragende Blasen absondern Kuckt die jemand?

Wo das Stichwort Scheer fiel. Der hat vor über 20 Jahren auch schicke Prozesssoftware gemacht. Das Projekt zur Nationalen Prozessbibliothek aber ist diesen Jahr in die Tonnen getreten worden. Also ist es wohl doch eher ein Gedenkgottesdienst.
Na vielleicht gibt es noch einen schönen Besuch in einer gotischen Kathedrale und Orgelmusik als Come-Together-Event.

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