Thema: Die Hebelwirkung zur IT-Konsolidierung

erstellt am: 05.08.2015 09:14

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Standards und Interoperabilität
Die Hebelwirkung zur IT-Konsolidierung


Ganzheitlich, verwaltungsspezifisch, strategisch – Wer nach diesen drei Prinzipien handelt, konsolidiert seine IT erfolgreich. Welche Rolle Standards spielen, erläutert Rico Apitz, Senior Consultant bei Init und Teamleiter im einschlägigen Berater-Rahmenvertrag des Drei-Partner-Modells des Bundesverwaltungsamtes.

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Kommentar zu: Die Hebelwirkung zur IT-Konsolidierung
05.08.2015 09:14

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Artikel ist eine äußerst ärgerliche Ansammlung von Allgemeinplätzen, die so oder ähnlich seit Jahrzehnten hunderte Male zu lesen waren und keinerlei Gewinn für den Leser darstellen.
Im Kern besteht das Problem darin, dass für jede Behörde eine funktionierende IT essenziell für die Erfüllung ihrer Fachaufgabe ist. Insofern gehört es zum verantwortungsvollen Handeln eines jeden Behördenleiters nur Angebote anzunehmen, die auch erfolgversprechend im Sinne seiner Fachaufgabe sind.
Die zentralen Dienstleister im Bereich des Bundes tun sich bislang jedoch äußerst schwer, attraktive (sowohl wirtschaftlich wie auch vom Servicelevel) Angebote bereitzustellen. Erfahrungen im Bereich der Länder und Kommunen zeigen zwar, dass es auch anders geht, allerdings haben die großen Behörden des Bundes im Allgemeinen eine IT in einer Qualität und Professionalität aufgebaut, an die zentral organisierte Dienstleister nicht heranreichen können. Insbesondere die schnelle Reaktionsfähigkeit und Nähe zu den Geschäftsprozessen des Kunden eines dezentralen, behördenspezifischen Dienstleisters wird ein zentraler Dienstleister niemals erreichen.
In diesem Kontext kann nur ein erheblicher Kostendruck dazu führen, dass standardisierte (über einen Kamm geschorene) zentrale Dienste die funktionierende dezentralen Strukturen ablösen. Hierfür jedoch Akzeptanz beim Nutzer zu erwarten wäre stark vermessen.

Es gibt viele weitere unbewiesene und durch Wiederholung nicht wahrer werdende Behauptungen in dem Artikel die einfach nur ärgerlich sind. Ich beschränke mich hier auf das Vendor-Lock-In. Seit vielen Jahren wird dies immer und wieder aufgeschrieben, bleibt aber nicht mehr als ein frommer Wunsch. Wie soll ich SAP anwenden ohne davon abhängig zu sein ? Wie soll ich SharePoint-Farmen betreiben, ohne auf Microsoft angewiesen zu sein. Wie soll ich Open Source Produkte betreiben ohne von der jeweiligen Community und den internen oder externen Mitarbeitern, die mir die Produkte angepasst haben, abhängig zu sein. Abhängigkeiten sind immer da, einen Tod muss man schließlich sterben.

Ich würde mich freuen, künftig etwas fundiertere Artikel, die sich mit den eigentlichen Fragen auseinandersetzen, lesen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Martin Winter

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