Thema: Das Internet-Dilemma

erstellt am: 27.01.2015 19:44

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Innovationen steuern
Das Internet-Dilemma


Mit „The Innovator’s Dilemma“ überschreibt Clayton M. Christensen sein vielbeachtetes Buch im Jahre 1997. Sein Fazit: Etablierte Unternehmen bleiben bei „Innovationswellen“ solange an der Spitze, wie es sich um evolutionäre Technologieschübe handelt. Verfestigte Organisations­strukturen und Wertesysteme verhindern jedoch Weitsicht und Beweglichkeit.

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woksoll





dabei seit: 14.03.2012

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Kommentar zu: Das Internet-Dilemma
27.01.2015 19:44

Digitale Frühwarnsysteme in USA und China sind wirkungslos, wenn der Staat selber der öffentlich bedienstete Cyberterrrorist ist, wie wir bei Stuxnet und Regin erfahren mussten, und der Vizepräsident vom BSI vom BND kommt und regelmäßig bei der NSA verkehrt.

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wolf.zimmer





dabei seit: 23.01.2013

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RE: Das Internet-Dilemma
30.01.2015 12:11

Hallo Wolfgang,
ich verstehe Deinen Einwand. Gar nichts tun, ist aber aus meiner Sicht keine tragfähige Perspektive. Und, Buchführung allein, ist zu wenig für eine Behörde mit Verantwortung für die Sicherheit der Informationstechnik in der Bundesverwaltung und darüber hinaus. Es wäre also an der Zeit, dass unsere politische und wirtschaftliche Elite den zahlreichen Ankündigungen zum Thema Internetsicherheit Taten folgen lässt, nicht zuletzt auch im Interesse unserer Wirtschaft. Man muss sich nicht unbedingt ein Szenario wie in Blackout vorstellen, um zu verstehen, dass der moderne Cyberkrieg mehr braucht als Meldelisten und Audits im Abstand von zwei Jahren. Eine für das Internet geradezu geologische Zeitspanne.
Vielleicht sollten wir einmal - und das ist mein Vorschlag - die Perspektive wechseln und fortification in Frage stellen. Im Cyberspace ist noch viel Platz für neue Ideen.
Gruss wolf

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woksoll





dabei seit: 14.03.2012

Beiträge: 345

RE: Das Internet-Dilemma
25.02.2015 10:47

Um Sicherheit produzieren zu können, muss man eine seriöse Bedrohungsanalyse durchführen. Dabei kommt dann heraus, dass der Staat als Cyberterrorist die größte Bedrohung derzeit darstellt. Jüngster Fall: der brutale Diebstahl von SIM-Daten durch staatliche Behörden.
Staaten, die durch Gestapo, Stasi, BND, NSA, GCHQ das Leben der eigenen Bürger gefährden und vernichten, kommt man nicht durch Technoschnickschnack bei. Das Problem muss an der Ursache angepackt werden, nicht an der Auswirkung.
Wenn Obama Mohrhuhnschießen spielt und willkürlich tausende Zivilisten ermordet in Pakistan und Jemen und der BND ihm dafür technische Daten zur Mordopferfindung liefert, dann reicht es nicht aus, dass wir unsere SIM-Daten vor Diebstahl durch den Staat schützen. Law and Order müssen durchgesetzt werden, Mörder vor Gericht.
Wenn die Bundesregierung fremden Mächten Daten zuspielt zur Spionage, dann ist das Landesverrat. Die Verhinderung der gesetzlich vorgeschriebenen Spionageabwehr ist eine Straftat.
Wenn wir nicht auf organisatorischer Ebene die Akteure zu Law and Order mit Zero Tolerance zwingen, ist Technoschnickschnack Unsinn. Es ist wie das Bauen von Atombunkern gegen Atombomben anstatt eines Atomwaffensperrvertrages. Die Illusion, man könne Staatsterroristen technisch bei kommen, grenzt an Beihilfe.
Derzeit ist in Deutschland das größte Sicherheitsrisiko für die IT die Untätigkeit der Bundesregierung. Sie schweigt beharrlich zu den Enthüllungen über Staatsterroristen, ist kontinuierlich landesverräterisch tätig (und bei der NSU müssen wir auch im Inland annehmen, dass der Staat Teil des Problems ist, dass Serienmörder jahrelang ihr Unwesen treiben können. Es nützt nichts, die Bürger zu bewaffnen, weil der Staat sie nicht vor Mördern schützt, sondern die Mörder auch noch unterstützt.
In kleinerem Umfang haben wir das gleiche Grundmuster im E-Government gesehen: mit Technoschickschnack habe wir in Heilslehren mit qualifizierten Signaturen, De-Mail, eID usw. die große Sicherheit versprochen und haben deutschnational damit das E-Government abgewürgt. Nach 25 Jahren Internet kannst Du nicht mal einen Führerschein online bestellen, wo wir schon vor 15 Jahren erzählt haben, dass die Bürger in Texas ihren Führerschein jährlich online verlängern lassen können.
Wenn wir organisatorisch wieder untätig bleiben und Technoheilslehren singen, wird das Internet der Dinge in Deutschland nicht stattfinden:
- selbstfahrende Autos, die die NSA gegen eine Brücke fahren lassen kann
- Herzschrittmacher, die von GCHQ abgeschaltet werden können, weil ein Denunziant Scheisse erzählt (wie im Braunschweiger Karneval)
- Smart-Meter-Geräte, die von den NSA-Kollaborateuren im BSI als sicher bezeichnet werden, aber in Spanien gehackt wurden und GAUs wie in Blackout beschrieben ermöglichen,
werden die Bürger nicht zulassen.
Die Industrie wird weiter sinnlos Marketingbudgets wie derzeit für die Smart City verballern, die Geheimdienste werden weiter als kriminelle und terroristische Vereinigungen im Staat wuchern, und wir werden weiter hinter die BRICS-Staaten zurückfallen, weil wir lieber Staatsterroristen dulden (wie wir das auch bei Gestapo und Stasi gemacht haben), als Law and Order mit Zero Tolerance erzwingen.
Ich fürchte, dass wir erst bessere Verhältnisse bekommen, wenn die derzeitige Digitalisierungsverweigerergeneration in der Politik biologisch aus stirbt. Vorher ist ein Internet der Dinge viel zu riskant mit dieser Flut von Staatsterroristen. Deswegen wird es bei der Buchhaltung bleiben, die der Bund nicht mal doppisch schafft und wir werden noch dreißig Jahre warten, bis man mal einen Führerschein oder Personalausweis online beantragen kann.

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