Thema: Wie die Verwaltung die besten Köpfe gewinnt

erstellt am: 25.11.2016 18:19

Antworten: 1

Diskussion zum Artikel


NEGZ veröffentlicht Studie zum Employer Branding
Wie die Verwaltung die besten Köpfe gewinnt


Der Kampf um die besten Köpfe hat längst die Öffentlichen Verwaltungen erreicht. Ein Grundlagenpapier des Nationalen eGovernment Kompetenzzentrums (NEGZ) will nun eine Diskussion darüber in Gang bringen, wie dieser Kampf zu gewinnen ist.

zum Artikel

Antworten

nicht registrierter User


Kommentar zu: Wie die Verwaltung die besten Köpfe gewinnt
25.11.2016 18:19

Es bleibt zu hoffen, das die Studie auch die Frage der statusrechtlichen Einordnung der Arbeitsverhältnisse mit beleuchtet. So lange in den öffentlichen Verwaltungen die Zwei-Klassen-Gesellschaft gepflegt wird in Form der Laufbahn des Beamten und der des Angestellten nach Tarifrecht wird es in Zukunft immer schwerer werden leistungsbereite und hochqualifizierte Angestellte von einem Job in der Verwaltung zu überzeugen.
Die Schieflage wird bei IT Fachkräften besonders deutlich. Während ein Angestellter mit Projektverantwortung zum Beispiel nach Tarif mit einer E10 oder E11 sich zufrieden geben muss, kommt ein Beamter mit gleichem Qualifikationsniveau auf eine A12 oder A13. Ein Blick in die Vergütungstabellen und eine kleine Rechnung der Netto Einkünfte verdeutlichen, mit welchem deutlichen Gehaltsvorteilen der Beamte vergütet wird. Das trifft aber auch auf andere Bereiche zu - z.B. Lehrer, Erzieher, etc.
Mit der Einführung des neuen Tarifrechtes in der Nachfolge des BAT wurde die Kluft zwischen dem Angestellten und dem Beamten immer größer. Ein wichtiger und richtiger Schritt wäre hier die Besoldung und die Vergütung unter Beachtung der Nettovorteile der Beamten in der aktiven und der passiven Phase der Beschäftigung ausgleichend anzupassen.
Das dumme ist nur, dass offenkundig diejenigen die eine solche Reform auf den Weg bringen müssten meistens ebenfalls Beamte sind, damit überhaupt kein Interesse an einer Änderung der Situation besteht.
Natürlich sind alle möglichen Rahmenbedingungen hilfreiche im HR Wettbewerb: Teilzeit, Heimarbeit, ein Kita-Platz, oder der kostenlose Parkplatz, etc. , aber das alles ersetzt nicht die Grundforderung nach gleicher Vergütung für gleiche Arbeit zwischen den Beschäftigtengruppen.

Antworten

Antwort schreiben

Titel:


Nachricht:

 



Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.

Thema abonnieren:

Email:
*Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Antwort abschicken