Thema: Von der Kreidezeit ins digitale Zeitalter

erstellt am: 03.12.2018 15:07

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Diskussion zum Artikel


IT-Infrastruktur an Schulen
Von der Kreidezeit ins digitale Zeitalter


Ab Januar 2019 sollen fünf Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt in die IT-Ausstattung der Schulen fließen. Ralf Koenzen von LANCOM Systems erläutert die Barrieren und Chancen.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Von der Kreidezeit ins digitale Zeitalter
03.12.2018 15:07

Gut geschrieben Herr Koenzen.
Zu empfehlen ist aus Ressourcen- und Kompetenzengpässen heraus der Betrieb an zentralen Stellen. Die IT-Dienstleister in Bund und Ländern verfügen a) über einen landes-/bundesweite IT- und Sicherheitsarchitektur; b) ist zentraler Betrieb Kernkompetenz von BWI und ITZ Bund, HZD, Dataport, BITBW u.a.; c) sind diese Organisationen bestens geeignet Kompetenzzentren für digitale Schulen in Zusammenarbeit mit den Fachministerien zu werden.

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Owala





dabei seit: 03.11.2016

Beiträge: 7

RE: Von der Kreidezeit ins digitale Zeitalter
04.12.2018 09:28

Ach du lieber Gott, da hat aber jemand süße Träume. Es mangelt an Kompetenzen in allen Bereichen um Deutschland endlich fit zu machen für 20Jahrhundert, von 21zigten ganz zu schweigen.

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woksoll





dabei seit: 14.03.2012

Beiträge: 323

RE: Von der Kreidezeit ins digitale Zeitalter
07.12.2018 15:22

In den Hochschulen haben wir seit den 1980er Jahren Internet-Anschlüsse, PC-Pools aus dem CIP-Programm, Unix-Rechner aus den HBfG-Mitteln. Eine große Hochschule hat heute mehrere tausend WLAN-Accesspoints und mit EduRoam hat man im akademischen Raum in ganz Europa mit einem einzigen Account.
In den Schulen haben wir seit den 1980ern Stillstand.
Der Spiegel schrieb 1984 (also vor 34 Jahren (Service für die Walldorf-Schüler))
Alarm in den Schulen: Die Computer kommen
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13512161.html
Seitdem ist nichts passiert.
Die 1996 gegründete Schulen ans Netz hat sich wieder abgeschafft. Es gibt keine Schulen mit flächendeckender WLAN-Abdeckung.
Es gibt keine Endgeräteausstattung an Schulen. Wanda hat vor zwei Jahren 5 Mrd € für Ausstattung versprochen: (ohne sie aber in den Haushalt zu stellen, also zynisches Gipfelgejodel) sinnloses Prospekte-Verlesen. 16 Ministerpräsidenten wehren sich einstimmig im Bundesrat gegen die 5 Mrd € im zweiten versuch.
Seit über 30 Jahren hätten hunderttausende Lehrer Content zur gemeinsamen Nutzung erstellen und in eine Cloud stellen können. Sie tun es nicht. Sicherheit für ihr Alter ist ihnen wichtiger als Bildung für die Kinder.
Statt dessen lässt die Kultusministerkonferenz dem Hass auf Digitalisierung freien Lauf: statt die Lehrer bei der Erstellung freien Contents zu unterstützen, haben die hassenden Kultusminister Lehrer und Schüler ausspionieren wollen, ob auf den Servern gegen das entartete Copyright etwa Kopien von Werken der Schulbuchverlage liegen. Den Kultusministern war die Verdienstmöglichkeiten von veralteten Geschäftsmodellen der Schulbuchverlage wichtiger, als die Bildung der Kinder und die Erstellung von freien Contents. Selten habe ich so viel Hass auf das eigene Kerngeschäft gesehen. Und das in einer Zeit, wo ich kostenlos einen mehrwöchigen Online Kursus im Hasso-Plattner-Institut über Semantic Web teilnehmen konnte.
Der Hass der Akteure ist offenbar so übergroß, dass wir im Bildungsbereich wohl noch zwei drei Generationen auf die biologische Lösung warten müssen. Nimmt man den Spiegel-Artikel als Maß, haben wir schon zwei Generation vergammelt. Wir lassen das Land verrotten, wir stehlen mit unserem Hass den Kindern die Chance auf eine internationale Entfaltungsfähigkeit.
Wenn ich nicht schon zu alt wäre, würde ich auswandern. Ins Valley.
* zuletzt geändert von: woksoll am 07.12.2018 um 15:23 Uhr *

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