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BMF Österreich stellt SAP-Systeme mit SNP auf neue Budgetstruktur um Fit für wirkungsorientierte Verwaltungsführung

| Redakteur: Gerald Viola

Die geplante Einführung einer modernen, wirkungsorientierten Verwaltungsführung rief beim österreichischen Bundesministerium für Finanzen nicht nur die Haushaltsexperten auf den Plan. Auch die IT war gefordert, die SAP-Infrastruktur auf die neue Budgetstruktur vorzubereiten. Dazu mussten die Daten für die Budget-Planung und -Abwicklung angepasst und vereinheitlicht werden.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Das BMF hat die dazu erforderliche SAP-Multimandanten-Migration mit der SNP-System-Landscape-Optimization-Methode (SLO) gemeistert – mit hoher Qualität, straffem Zeitplan und minimalen Systemstillständen.

Werden mit den eingesetzten Personal- und Finanzressourcen die angestrebten Ziele erreicht? Wie effizient wurden die verwendeten Mittel eingesetzt? Solche und ähnliche Fragen konnten in der Vergangenheit nicht schlüssig beantwortet werden. Daher stellt das BMF – wie auch andere EU-Mitgliedsstaaten – in allen Ministerien, obersten Organen und nachgeordneten Bundesdienststellen die Budgetstruktur auf eine wirkungsorientierte Verwaltung um:

„Das neue Rechnungswesen soll die Transparenz und Möglichkeiten des Controllings steigern und dazu beitragen, das Bundesbudget auf allen Ebenen wirksam zu steuern“, erläutert Ministerialrat Christian Ihle, Leiter der Abteilung V/3 im österreichischen Bundesministerium für Finanzen. Mit der Reform verbunden sind die Ziele, den Mitteleinsatz besser zu steuern, Anreize zu einer wirtschaftlicheren Haushaltsführung zu geben und das Bundesbudget zielbezogen zuzuordnen.

Einheitliche Daten

Die angestrebte Funktionalität, Transparenz und Vergleichbarkeit setzen eine durchgängig einheitliche Budget- und Organisationsstruktur sämtlicher Daten voraus, die für die Budget-Planung und -Umsetzung relevant sind. Dazu musste das BMF die vorhandene SAP-Systemlandschaft mit 19 Mandanten neu strukturieren. In erster Linie bedeutete dies eine Umschlüsselung der Finanzkreise in allen relevanten Stammdaten, Belegen und SAP-Eigenentwicklungen. Außerdem mussten die Nutzer und ihre Berechtigungen neu definiert und die Berichte und Schnittstellen zu SAP- und Fremdsystemen angepasst werden.

Betroffen von dem Projekt waren im BMF rund 4.000 SAP-Anwender in 18 Obersten Organen, 200 budgetführenden und haushaltsleitenden Dienststellen sowie 1.200 nachgeordneten Dienststellen. Jährlich werden hier rund 50 Millionen Buchungen auf etwa 4 Millionen Konten abgewickelt.

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