eGovernment-Wettbewerb 2018

Finalisten präsentieren Zukunftsinnovationen

| Autor: Manfred Klein

Eröffnung der Finalistentage durch Jon Abele, BearingPoint, und Jonas Rahe, Cisco
Eröffnung der Finalistentage durch Jon Abele, BearingPoint, und Jonas Rahe, Cisco (Bild: © BearingPoint)

Die Finalistentage des 17. eGovernment-Wettbewerbs am 15. Mai und 16. Mai in Berlin standen ganz im Zeichen von Zukunftsinnovationen. Insgesamt 15 Bewerber kämpften um die Auszeichnung für die besten Projekte zur Verwaltungsmodernisierung.

Das breite Spektrum der eingegangenen Projekte reichte in diesem Jahr von Konzeptionen zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes über die Realisierung konkreter eGovernment-Anwendungen für Bürger bis hin zur Erleichterung elektronischer Dienste für Unternehmen. Beeindruckend ist der gezielte Einsatz neuer Technologien in den Projekten.

Hierzu zählt beispielsweise die Anwendung von Virtual Reality, künstlicher Intelligenz, Spracherkennung und Big Data Analytics. Die hohe Zahl der eingereichten Ideen im Bereich Kooperationen zeigt zudem, dass in allen beteiligten Organisationen die Chancen für eine schnellere Digitalisierung durch intensive Zusammenarbeit genutzt werden.

Jon Abele, Partner und Leiter Public Services bei BearingPoint, kommentiert: „Der eGovernment-Wettbewerb verdeutlicht, dass es bei der Transformation der Öffentlichen Verwaltung nicht nur um sich ändernde Prozesse innerhalb der Verwaltungen geht, sondern sich durch neue, teilweise disruptive Technologien das Leben der Menschen verändert. Mit dem Wettbewerb schaffen wir gemeinsam mit Cisco eine Plattform, um die notwendige Transformation zu unterstützen. Das wird erneut durch die diesjährigen sehr innovativen Beiträge bestätigt, die eine Verbreitung in die Fläche verdienen.“

Jonas Rahe, Sales Manager bei Cisco Deutschland, ergänzt: „Viele der eingereichten Konzepte werden bereits umgesetzt, was die hohe Qualität der Projekte unterstreicht. Die Einreichungen boten somit eine sehr gute Basis für die Auszeichnung von richtungsweisenden Beiträgen im eGovernment in Deutschland, Österreich und der Schweiz.“

Die unabhängige Jury, bestehend aus Experten aus den Bereichen Verwaltungswissenschaften, IT, Gesellschaftsentwicklung und Medien entscheidet nun darüber, welche der nominierten Vorschläge prämiert werden. Die Preisverleihung erfolgt auf dem Zukunftskongress „Staat und Verwaltung“ am 19. Juni 2018 in Berlin.

Ihre Meinung ist gefragt

Wie in jedem Jahr gibt es auch 2018 die Möglichkeit, sich am Wettbewerb zu beteiligen und eines von 14 Projekten mit dem Publikumspreis zu würdigen. Per Online-Voting kann jeder auf vom 17. Mai bis 3. August seine Stimme für seinen Favoriten abgeben. Alle wichtigen Entwicklungen werden über den Twitter-Kanal @eGovW verbreitet. Am 7. September wird im Rahmen des 23. Ministerialkongresses der Gewinner des Publikumspreises feierlich ausgezeichnet.

Die Finalisten im Überblick

Kategorie: Beste Konzeption zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes:

  • „EKONA mit der Schnittstelle für Nutzerkonten KOLIBRI“
  • Bayerisches Landesamt für Steuern
  • „Zentrale Rechnungseingangsplattformen, Bund-Bremen-Kooperation E-Rechnung“
  • Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, das Bundesministerium der Finanzen und Die Senatorin für Finanzen, Freie Hansestadt Bremen
  • „50x1101 – Nutzerzentrierte Standardprozesse für Baden-Württemberg“
  • Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg

Kategorie: Bestes Digitalisierungsprojekt

  • „Sprachbiometrisches Assistenzsystem“
  • Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
  • „Elektronische Gründung“
  • Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
  • „Gründerplattform“
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Kategorie: Bestes Modernisierungsprojekt

  • „Gewinnung, Einarbeitung und Bindung von mehr als 260 neuen Mitarbeiter/-innen seit 2016“
  • Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
  • „Konzeption und Durchführung einer landesweiten Nachwuchskräfte-Werbekampagne für den Arbeitgeber Land Schleswig-Holstein“
  • Staatskanzlei Schleswig-Holstein
  • „KLAR (KaisersLauternAnalyseRecherche)“
  • Stadtverwaltung Kaiserslautern

Kategorie: Bestes Kooperationsprojekt

  • „Wasser-DE: Kooperatives Informationsmanagement in der Wasserwirtschaft“
  • Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA)
  • „IT-Verfahren Online Sicherheitsprüfung (OSiP)“
  • Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
  • „eUmzugCH“ Schweizerische Informatikkonferenz / eOperations Schweiz

Kategorie: Bestes Infrastrukturprojekt

  • „Virtual und Augmented Reality im Hamburger Hafen“
  • Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg
  • „Kundenportal der bayerischen Handwerkskammern“
  • Handwerkskammer für München und Oberbayern
  • „Verkehrssicherheitsscreening Baden-Württemberg“
  • Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

Organisiert wird der eGovernment-Wettbewerb seit 2000 von der Unternehmensberatung BearingPoint und dem Technologieanbieter Cisco. Insgesamt sind 59 Bewerber aus Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen sowie der Sozialversicherung dem Aufruf gefolgt. Mehr zum eGovernment-Wettbewerb unter www.egovernment-wettbewerb.de.

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