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FICON | Escon | Fibre Connectivity | Kanalprotokoll | Enterprise System Connection

| Redakteur: Gerald Viola

FICON ist ein Hochgeschwindigkeits-Input/Output (I/O)-Interface für Mainframe-Computerverbindungen zu Speichergeräten. Als Teil des IBM S/390-Servers erhöhen FICON-Kanäle die I/O-Kapazität

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FICON ist ein Hochgeschwindigkeits-Input/Output (I/O)-Interface für Mainframe-Computerverbindungen zu Speichergeräten. Als Teil des IBM S/390-Servers erhöhen FICON-Kanäle die I/O-Kapazität mithilfe einer Kombination aus einer neuen Architektur und schnelleren, physikalischen Verbindungen, um eine bis zu achtmal höhere Effizienz zu erreichen als das klassiche Kanalprotokoll ESCON (Enterprise System Connection). Durch Ficon wird das Escon-Protokoll auf Fibre Channel abgebildet.

Wichtige Merkmale des FICON-Kanals sind unter anderem:

  • Eine Abbildungsschicht auf Basis des ANSI-Standards Fibre Channel-Physical and Signaling Interface (FC-PH), welche die Signale, Verkabelung und Übertragungsgeschwindigkeiten festlegt
  • Bidirektionale Verbindungen mit ein bis vier Gbit/s über Entfernungen von 20 bis 100 km im Vergleich zur Datenrate von 120 Mbit/s bei ESCON über Entfernungen von 9 bis zu 43 km.
  • Aufgrund der größeren Entfernungen mehr Flexibilität in Bezug auf das Netzwerk-Layout
  • Kompatibilität zu bereits installierten Channel-Typen bei jedem S/390 G5-Server
  • Bridge-Feature zur Unterstützung von bestehenden ESCON-Steuereinheiten
  • Benötigt nur eine Channel-Adresse
  • Unterstützung für Vollduplex-Datentransfers, was das gleichzeitige Lesen und Schreiben von Daten über eine einzelne Leitung ermöglicht
  • Multiplexing, sodass kleinere Datenmengen mit größeren mit übertragen werden, anstatt auf die Fertigstellung einer größeren Transaktion warten zu müssen

(ID:2021254)