Heimarbeitsplätze in der Öffentlichen Verwaltung

Familienfreundliches IT-Konzept für Frankfurt

| Autor / Redakteur: Björn Riebel / Susanne Ehneß

Präsentiert sich familienfreundlich: die Stadt Frankfurt
Präsentiert sich familienfreundlich: die Stadt Frankfurt (Bild: Stadt Frankfurt)

Frankfurt am Main ist mit fast 700.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes Hessen und die fünftgrößte Stadt der Bundesrepublik. Die Stadtverwaltung mit ihren rund 10.000 Mitarbeitern startete 2012 die Initiative „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ für familienfreundliche Arbeitsplatzmodelle.

Die 62 Ämter und Dienststellen der Stadtverwaltung Frankfurt nutzen für ihre Aufgaben zahlreiche Verfahren der Informations- und Kommunikationstechnik. Mittlerweile werden nicht nur intern, sondern zunehmend auch für die Bürgerinnen und Bürger IT-gestützte Dienstleistungen und Services zur Verfügung gestellt.

Das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik ist interner technischer Dienstleister für den gesamten Bereich der städtischen Informations- und Kommunikationstechnik und betreibt für mehrere tausend Anwender eine komplexe IT-Infrastruktur mit einer Vielzahl von Anwendungen.

Flexibel arbeiten

Das 2012 gestartete Projekt mit dem Namen „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ ermöglicht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, einen Teil ihrer Arbeit von zu Hause aus zu erledigen, um so beispielsweise die Kinderbetreuung zu vereinfachen. Mittlerweile unterstützen bereits mehr als 20 Ämter die Initiative. Die Beschäftigten dieser Ämter können sich für das Programm bewerben und bekommen dann zu Hause einen IT-Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt.

Das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik ist für die technische Umsetzung der Initiative verantwortlich und stellt die Benutzer-Desktops für die Anwender über eine Citrix-XenApp-Umgebung zur Verfügung.

Die Organisation hatte zuvor bereits langjährige Erfahrungen mit der zentralen Anwendungs- und Desktopbereitstellung gesammelt und betreibt heute in ihrem Rechenzentrum unter anderem XenApp-Serverfarmen für 1.200 Anwender in Schulverwaltungen und Kinderzentren. „Eine besondere technische Herausforderung bei dem neuen Projekt waren die sehr unterschiedlichen IT-Anforderungen der einzelnen Ämter“, sagt Kirsten Hagemann, die im Amt für Informations- und Kommunikationstechnik für das Programm „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ mitverantwortlich ist. „Wir mussten für jede Benutzergruppe eine individuelle und personalisierbare Desktop-Umgebung erstellen, damit die Mitarbeiter möglichst nahtlos zwischen Büroarbeitsplatz und Heimarbeitsplatz wechseln können.“

Nahtloses Wechseln

In der Regel arbeiten die Mitarbeiter nicht die ganze Woche von zu Hause aus, sondern immer nur an einzelnen Tagen. An beiden Arbeitsplätzen benötigen sie Zugriff auf dieselben IT-Ressourcen, der Zugang von außen muss jedoch durch zusätzliche Sicherheitsrichtlinien abgesichert werden.

„Bei der Konzeption der Lösung wollten wir zudem den Administrationsaufwand möglichst gering halten. Wir rechnen damit, dass in Zukunft noch deutlich mehr Mitarbeiter dieses Programm in Anspruch nehmen werden.“ Bereits in der bestehenden Citrix-Umgebung hatte die IT-Organisation der Stadt Frankfurt die User-Virtualization-Lösung „DesktopNow“ von Appsense installiert, um den Betrieb der Infrastruktur sicher und effizient zu gestalten.

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