Suchen

Failover | Ausfallsicherung | Notbetrieb

| Redakteur: Gerald Viola

Die Ausfallsicherung (Failover) ist ein sekundärer Betriebsmodus, in dem die Funktionen einer Systemkomponente (wie eines Prozess, Servers, Netzwerks oder einer Datenbank) von redundanten

Firmen zum Thema

Die Ausfallsicherung (Failover) ist ein sekundärer Betriebsmodus, in dem die Funktionen einer Systemkomponente (wie eines Prozess, Servers, Netzwerks oder einer Datenbank) von redundanten Systemkomponenten übernommen werden, sobald die primäre Komponente aufgrund eines Fehlers oder einer geplanten Wartung nicht zur Verfügung steht. Die Ausfallsicherung, die zur Verbesserung der Fehlertoleranz eingesetzt wird, ist in der Regel Bestandteil von betriebskritischen Systemen, die ständig erreichbar sein müssen. Dabei werden Tasks automatisch auf eine in Bereitschaft stehende Systemkomponente übertragen, sodass die Prozedur so nahtlos wie möglich für den End-User erfolgt. Die Ausfallsicherung kann sich auf jeden Aspekt eines Systems beziehen: Bei einem Server zum Beispiel kann es sich dabei um einen Mechanismus handeln, der einen ausgefallenen Prozessor deaktiviert oder gleich auf einen Hot-Standby-Server umschaltet. Das Netzwerk schaltet im Failover-Fall einen zweiten Datenpfad. Beinem Speichersystem wird auf das gespiegelte Speichersystem umgeschaltet.

Ursprünglich wurden die gespeicherten Daten in einer sehr einfachen Konfiguration mit Servern verbunden: entweder zwischen zwei Endpunkten oder als Masche (Mesh) vernetzt. In einer solchen Umgebung hat der Ausfall (oder sogar die Wartung) eines einzelnen Servers oft den Datenzugriff für eine große Anzahl von Usern verhindert, bis der Server wieder online ging. Neure Entwicklungen wie beispielsweise das Speichernetzwerk (Storage Area Network – SAN) ermöglichen die beliebige Connectivity zwischen Servern und Speichersystemen. Im Allgemeinen nutzen Speichernetzwerke viele Pfade zwischen dem Server und dem System, wobei jeder Pfad aus der Gesamtheit aller beteiligten Komponenten besteht. Der Ausfall eines Pfads kann seinen Ursprung im Ausfall einer beliebigen Pfadkomponente haben. Multiple Verbindungspfade, jeweils mit redundanten Komponenten, werden benutzt, um sicherzustellen, dass die Verbindung auch dann funktioniert, wenn ein Pfad (oder gleich mehrere Pfade) versagen. Die Fähigkeit zur automatischen Ausfallsicherung bedeutet, dass der normale Betrieb auch trotz unvermeidbarer Unterbrechungen durch Probleme mit Geräten aufrecht erhalten werden kann.

(ID:2021251)