Grenzübergreifender Austausch

Fahndungssystem SIS II in Betrieb genommen

| Redakteur: Susanne Ehneß

Zoll und Polizei werden durch SIS II unterstützt
Zoll und Polizei werden durch SIS II unterstützt (Bild: © ufotopixl10 - Fotolia)

Erfolgreich gestartet: Das Schengener Informationssystem SIS II ist nun in Betrieb. Das neue System wurde zeitgleich auf über 300 IT-Systemen eingeführt und unterstützt den Informationsaustausch zu Kriminalität, nationaler Sicherheit und Immigrationsfragen.

Der Schengen-Raum ist nun wieder auf neuestem technischen Niveau. In Zusammenarbeit mit Steria hat die Europäische Kommission die Inbetriebnahme der zweiten Generation des „Schengener Informationssystems (SIS)“ bekannt gegeben. Die Umstellung begann bereits im April, nun ist der Testlauf beendet.

Funktionalität und Skalierbarkeit wurden verbessert, sodass der Informationsaustausch zwischen den 29 Schengen-Staaten nun noch ungehinderter ablaufen soll.

SIS II besteht aus drei Komponenten:

  • einem zentralen System,
  • den nationalen Systemen der Schengen-Staaten und
  • einer Infrastruktur, die das Zentralsystem mit den nationalen Systemen verbindet.

Neue Möglichkeiten

Das neue System bietet die zusätzliche Möglichkeit, biometrische Daten einzubinden und damit Warnungen vor mutmaßlichen kriminellen Aktivitäten mit weiteren Hinweisen zu den Einzelpersonen zu verknüpfen.

Und: „Im SIS II sind darüber hinaus direkt bei den Ausschreibungen von zwecks Verhaftung, Übergabe oder Auslieferung gesuchten Personen Kopien des Europäischen Haftbefehls (EuHB) abgelegt, was es den zuständigen Behörden erlaubt, problemlos und schnell zu reagieren", so die EU-Kommission.

Der Datenschutz soll dabei gewahrt bleiben. Nur die nationalen Grenzkontroll‑, Polizei-, Zoll-, Justiz-, Visa‑ und Fahrzeugzulassungsbehörden haben demnach Zugang zum SIS II.

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