IT-Konsolidierung des Bundes ist unabdingbar[Gesponsert]

Expertise und Umsetzungs­stärke sind gefragt

| Autor: Patrick Pensel*

Patrick Pensel, Direktor Geschäftsfeldentwicklung Öffentliche Auftraggeber bei Computacenter
Bildergalerie: 1 Bild
Patrick Pensel, Direktor Geschäftsfeldentwicklung Öffentliche Auftraggeber bei Computacenter (© Computacenter)

Bereitgestellt von

Das Projekt „IT-Konsolidierung Bund“ ist in vollem Gang. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren IT-Systeme von mehr als 120 Behörden, 1.200 Betriebsstätten und mehreren tausend Mitarbeitern zusammengeführt werden. Diese Standardisierung der gesamten IT des Bundes ist ein entscheidender Schritt für die Zukunft der Verwaltung. Sie macht die IT nicht nur agiler und zukunftssicherer, sondern verbessert zudem Sicherheit und Steuerbarkeit. Die Erfahrungen aus der praktischen Umsetzung zeigen jedoch auch, welche ­Herausforderungen zu meistern sind.

Die IT-Konsolidierung des Bundes gilt als das größte und komplexeste IT-Vorhaben in der Bundesverwaltung. Das „Grobkonzept zur Überführung des IT-Betriebes“ legt hierfür fest, wie der standardisierte Prozess für die IT-Integration jeder einzelnen Behörde in das ITZ Bund beziehungsweise das BWI erfolgen soll. Das ist notwendig, weil die hohe Komplexität mit einem hohen Standardisierungsgrad zusammengefasst werden muss und diese Roadmap festlegt, wie die Migration erfolgen soll.

Im ersten Schritt ist dieses methodische Drehbuch für ein standardisiertes Vorgehen sehr wichtig. Die konkrete Umsetzung in den ersten Pilotprojekten zeigt jedoch, dass die immensen Anforderungen nur erfüllbar sind, wenn in der Umsetzung auch auf die konkreten Besonderheiten der IT-Systeme in den einzelnen Behörden eingegangen wird.

Ergänzend zu einem Top-Down-Vorgehen ist es daher von enormer Bedeutung, ab einem bestimmten Punkt in der Konsolidierung eine Detailplanung auf Grundlage ­eines Bottom-Up-Ansatzes zu definieren, damit alle Aspekte Berücksichtigung finden – auch die technischen Details.

Vorhandene Technologie analysieren

Durch die Einbeziehung einer ­Detail-Planung werden auch die Besonderheiten der IT vor Ort mit einbezogen. Dies ist besonders wichtig, da bei über 120 Bundesbehörden auch über 120 verschiedene IT-Infrastrukturen existieren und berücksichtigt werden müssen. Erst durch die Kombination aus beiden Planungsansätzen kann daher die Migration gelingen. Gleichzeitig erfordert eine gelungene Umsetzung von den beteiligten Partnern ein hohes Maß an Technologienähe, Wissen über die Technologie beim Kunden vor Ort und Umsetzungsstärke.

Hand in Hand ­zusammenarbeiten

Ein weiterer wichtiger Aspekt der IT-Konsolidierung ist der mittelbar entstehende Ressourcenaufwand. Das Vorgehen sieht vor, dass die Migration durch die Mitarbeiter der Behörden selbst erfolgt. Das ist positiv, weil sie so direkt eingebunden werden und die Behörde die Zügel für die Konsolidierung selbst in den Händen hält. Allerdings fehlen diese Mitarbeiter dann für den eigentlichen Betrieb der IT-Infrastruktur, so dass hier externe Dienstleister zur Unterstützung benötigt werden. Hier sollten die Bundesverwaltung und die Industrie eng zusammenarbeiten, denn nur gemeinsam können ­diese Anforderungen hinsichtlich Expertise, insbesondere aber in Bezug auf Ressourcenaufwände bewältigt werden.

Change Management ist wichtig

Die Erfahrungen zeigen zudem, dass IT-Konsolidierung meist nicht an der Technologie oder am Prozess scheitert, sondern in den Köpfen der Mitarbeiter. Deshalb sollten alle Mitarbeiter in den Behörden in ein entsprechendes Change Management eingebunden werden. Das gelingt nur durch intensivere Kommunikation aller Beteiligten, nicht nur von den Projektmitarbeitern, sondern auch den Leitern in den Behörden. In Großprojekten dieser Art geschieht das oftmals noch zu selten. Insbesondere im Hinblick auf die in Zukunft noch folgende Dienste-Konsolidierung, die neben der IT auch die Anwender tangiert, spielt dieser Schritt aber eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Weniger Theorie, mehr Praxis

Die IT-Konsolidierung im Bund ist der richtige Weg und wird die IT der Bundesverwaltung zukunftssicher aufstellen. Man darf dabei aber nicht zu stark auf die konzeptionelle Ebene fokussieren. Denn in der Praxis wird es hauptsächlich um eine schnelle und handhabbare Umsetzung gehen. Deshalb sind Erfahrung, vor allem aber Technologienähe und Umsetzungsstärke gefragt, um dieses Mammut­projekt erfolgreich zum Abschluss zu bringen.

*Der Autor: Patrick Pensel, Direktor Geschäftsfeldentwicklung Öffentliche Auftraggeber bei Computacenter

Weitere Informationen...

...gibt es unter: www.computacenter.com/de/referenzen-branchen/ öffentliche-auftraggeber

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45652979 / Solutions)