eGovernment Summit 2011 beginnt heute

Experten diskutieren den Weg „Von eGovernment zu Open Government“

16.11.2011 | Redakteur: Manfred Klein

Die Teilnehmer des eGovernment Summit 2010. Auch in diesem Jahr wird die Runde wieder hochkarätig besetzt sein.
Die Teilnehmer des eGovernment Summit 2010. Auch in diesem Jahr wird die Runde wieder hochkarätig besetzt sein.

Ein weiteres derzeit heiß diskutiertes Thema ist Cloud Computing, auch das werden die Teilnehmer des eGovernment Summits diskutieren.

Und auch hier stellt sich die Situation ganz ähnlich wie bei Open Data und Open Government dar.

Franz Josef Pschierer fasst das zusammen: „Cloud Computing bietet uns die Chance, schnell und kostengünstig auf sich ändernde Anforderungen im IT-Betrieb zu reagieren. Bei der Konsolidierung unserer vormals über 1.000 staatlichen IT-Betriebszentren in zwei große Rechenzentren haben wir unseren Kunden einen attraktiven und flexiblen Service ermöglicht, indem ihnen unter Anwendung von Virtualisierungstechniken gemeinsame Betriebsinfrastrukturen mit Lastverteilungsmechanismen und gegenseitiger Ausfallsicherung zur Verfügung stellen. Dies erhöht die Schnelligkeit, Flexibilität, Sicherheit und Verfügbarkeit unserer Verwaltungsdienste.“

Darüber hinaus ermögliche Cloud Computing, den Ressourceneinsatz zu optimieren und dadurch den Energieverbrauch im IT-Betrieb insgesamt zu reduzieren. „Dies ist für uns ein entscheidender Schritt in Richtung Green IT.“

Allerdings – so Pschierer – müsse die Öffentliche Hand dabei auch die Sensibilität ihrer Daten beachten, zum Beispiel im Steuerbereich.

Und Jörn von Lucke ergänzt: „Aus Sicht der Öffentlichen Verwaltung sollten wir uns nicht nur Gedanken machen, wie Cloud Computing mit dem Gedanken der Dienstleistungszentren zur Optimierung interner Strukturen und Abläufe verknüpft werden könnte. Es geht im Zeitalter von Open Data auch um die Gestaltung eines gemeinschaftlich genutzten Datenraums, einer der Datenallmende.“

Gemeint sei damit, die öffentlichen Data Cloud für eine Stadt oder eine Region, in der private Daten, kommerzielle Daten, öffentliche Daten und sensorische Daten zur weiteren Nutzung bewusst bereitstünden.

„Welche Dienste und Anwendungen, welche Apps und Portale, welche Datenspeicher und Datensafes, welche Filter und Funktionen sollen hier zur Verfügung gestellt werden? Wer ist hier gefordert? Welche Geschäftsmodelle lassen sich auf dieser Grundlage entwickeln? Wie können regionale Datenwolken oder Datenzentren zum Wirtschaftswachstum beitragen und neue Arbeitsplätze schaffen? Wie kann hier von Anfang an Vertrauen aufgebaut werden, ohne dass die Nutzer an einen allmächtigen Überwachungsstaat denken, der jederzeit die Netzkommunikation überwachen und in ihre Datensafes einsehen kann?“ so von Lucke abschließend.

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