eGovernment Summit 2011 beginnt heute

Experten diskutieren den Weg „Von eGovernment zu Open Government“

16.11.2011 | Redakteur: Manfred Klein

Die Teilnehmer des eGovernment Summit 2010. Auch in diesem Jahr wird die Runde wieder hochkarätig besetzt sein.
Die Teilnehmer des eGovernment Summit 2010. Auch in diesem Jahr wird die Runde wieder hochkarätig besetzt sein.

Jörn von Lucke fordert darüber hinaus: „Wir brauchen in Deutschland eine leistungsfähige Infrastruktur, ein funktionierendes politisches System, eine handlungsfähige Verwaltung in einem föderalen Mehrebenensystem, kompetent ausgebildete Mitarbeiter, eine gestaltungsstarke Wissenschaft und die Bereitschaft zum Wandel.

In vielen Bereichen sind wir da bereits auf einem guten Weg, aber es besteht noch Spielraum nach oben. Schließlich stehen wir vor grundlegenden Veränderungen, man denke nur an Dienstleistungszentren oder die Optimierung von Diensten und Prozessen. Meiner Einschätzung nach werden diese Veränderungen in ihrer Dimension mit der industriellen Revolution vergleichbar sein. Die Banken- und Finanzkrise, die Furcht vor einer europäischen Wirtschaftskrise, die Verschuldung, die demografische Herausforderung und der damit verbundene Zwang zum Sparen werden den Druck auf die Öffentliche Verwaltung noch erhöhen, tiefgreifende Reformen angehen.

Der smarte Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien kann Produktivitätsreserven im Öffentlichen Sektor freisetzen. Zu denken wäre hier etwa an die sichere Zustellung, an elektronische Rechnungen, an die Unterstützung kreativer Prozesse wie Brainstorming, an Open Innovation und ganzheitlich gedachte offene Prozess- und Wertschöpfungsketten.“

Für Hans-Henning Lühr ist bei allem entscheidend, dass IT-Organisation und Verwaltungsmodernisierung eng miteinander verzahnt werden. Erst dann werde es möglich, neue eGovernment-Anwendungen zu entwickeln, die zu Entlastungen sowohl bei Bürgern wie auch in der Verwaltung selbst führen würden.

Franz Josef Pschierer fasst die notwendigen Schritte zur Modernisierung der Verwaltung ähnlich weit: „Zunächst sind hier nicht punktuelle Maßnahmen gefragt, sondern gemeinsame länderübergreifende – ja sogar EU-weite – Lösungskonzepte, entsprechend der Digitalen Agenda für Europa und Nationalen eGovernment-Strategie. Ziel ist es, durch eGovernment-Services Mehrwerte für Bürger und Unternehmen zu generieren, Abläufe zu vereinfachen und zu beschleunigen, die Sicherheit und den Datenschutz bei elektronischen Verwaltungsvorgängen zu verbessern sowie mehr Transparenz des Verwaltungshandelns und eine vermehrte Teilhabe des Bürgers an Entscheidungen in Politik und Verwaltung zu erreichen.“

Auf dem Weg zu gemeinsamen Lösungen

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