eGovernment Summit 2011 beginnt heute

Experten diskutieren den Weg „Von eGovernment zu Open Government“

16.11.2011 | Redakteur: Manfred Klein

Die Teilnehmer des eGovernment Summit 2010. Auch in diesem Jahr wird die Runde wieder hochkarätig besetzt sein.
Die Teilnehmer des eGovernment Summit 2010. Auch in diesem Jahr wird die Runde wieder hochkarätig besetzt sein.

Hanno Thewes, CIO des Saarlandes, identifiziert die Probleme ebenfalls vor allem im technischen Umfeld: „Im eGovernment müssen wir daran arbeiten, die technische Basis unserer IT zu optimieren. Der Prozess der Konsolidierung und Standardisierung unserer IT-Systeme muss vorangetrieben werden.“ Zur Umsetzung seien ebenen- und funktionsübergreifende Lösungen gefordert.

Thewes weiter: „Gleichzeit müssen wir unsere Online-Anwendungen an den neuen Personalausweis anbinden und im daran gekoppelten Back-Office-Bereich für mehr durchgängige elektronische Geschäftsprozesse sorgen. Jedes Land sollte sich hier exemplarische Beispiele vornehmen. Sie systematisch entwickeln und dann mit anderen Ländern austauschen.“

Da schließt sich dann schon fast zwangsläufig die Überlegung an, welche Rolle hier die geplante Nationale eGovernment-Strategie (NEGS) spielen wird.

Dazu Schallbruch: „Die Nationale eGovernment-Strategie ist das Fundament von eGovernment. Sie ist Leitschnur des Handelns des IT-Planungsrats und findet Eingang in die eGovernment-Strategien und -Pläne der verschiedenen staatlichen Ebenen. Hersteller und Anbieter müssen davon ausgehen, dass IT-Planung und IT-Einsatz des Staates künftig stärker abgestimmt und standardisiert erfolgen.“

Eine Einschätzung, die Hanno Thewes teilt: „Die jetzt beschlossene Operationalisierung der Nationalen eGovernment-Strategie ermöglicht es, eGovernment an konkreten Prioritäten orientiert zu entwickeln. Die IT-Industrie muss ich hier erst noch einfinden.“ Herbert Zinell ergänzt: „Aus Sicht des IT-Planungsrats geht es in den nächsten drei Jahren vor allem darum, die Nationale eGovernment-Strategie umzusetzen.“

Zudem umfasse die Nationale eGovernment Strategie die großen Vorhaben, die Bund, Länder und Kommunen gemeinsam angehen wollen. Zinells Kommentar zu dieser neuen Form föderalistischen Zusammenarbeit: „Wir werden kooperieren, uns aber nicht gegenseitig bevormunden. Wir müssen laufend unsere Zusammenarbeit verbessern. Die Länder werden stärker arbeitsteilig an den großen Vorhaben, etwa der Verbesserung der föderalen IT-Infrastruktur, arbeiten müssen. Vorbild könnte sein, wie heute im Länder-Verbund die Texte für die Verwaltungsportale entwickelt und gepflegt werden. Außerdem werden die Länder mit dem Bund und den Kommunen enge Kooperationen eingehen müssen. Hier ist nach meinem Eindruck schon ein gutes Netzwerk entstanden.“

Und auch Zinell unterstreicht die dadurch gewonnene Stärke gegenüber der Industrie: „IT-Hersteller und IT-Dienstleister können an den vorgelegten und im Internet auf den Seiten des IT-Planungsrats veröffentlichten Dokumenten erkennen, woran wir arbeiten. Dadurch können sie ihre Angebote zielgerichtet formulieren.“

eGovernment und die Bereitschaft zum Wandel

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