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eGovernment und Beschaffung EVB-IT Systemvertrag stößt bei Behörden auf wenig Gegenliebe

Redakteur: Manfred Klein

Die Öffentlichen Verwaltungen mühen sich mit dem seit dem vergangenen Jahr gültigen EVB-IT-Systemvertrag ab. Er ermöglicht die Regelung umfangreicher Beschaffungsprojekte für Hard- oder Software, Integrations- und Anpassungsleistungen oder die Herbeiführung der Betriebsbereitschaft auf einer werkvertraglichen Grundlage. Doch nach einer Befragung von 78 Beschaffungsstellen in Bundes- und Landesbehörden durch das Beratungshaus Infora GmbH haben die Vergabespezialisten bisher mehrheitlich schlechte Erfahrungen mit diesem Vertragstyp gemacht.

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Hauptgründe sind ihrer Ansicht nach vor allem, dass er zu kompliziert sei und den Beschaffungsprozess erschwere. So habe der bisherige Umgang mit dem EVB-IT-Systemvertrag lediglich in jedem zehnten Fall zu einer positiven Einschätzung geführt. Demgegenüber geben in der Erhebung 58 Prozent zu Protokoll, dass sie damit eher schlechte Erfahrungen gemacht hätten. Bei 22 Prozent der Befragten halten sich die positiven und negativen Resultate in etwa die Waage. Die größten Schwierigkeiten haben die Beschaffungsverantwortlichen mit der Verständlichkeit des EVB-IT. Sie wird von dreiviertel als problematisch bewertet, was in den Augen von 62 Prozent der Befragten dazu beiträgt, dass die Beschaffung deutlich schwieriger geworden sei.

Jeder Dritte kommt sogar zu der Einschätzung, dass damit Verunsicherungen bei den Anbietern entstehen. Zudem monieren 44 Prozent, dass in einem Maß juristische Kenntnisse erwartet werden, die in der Praxis nicht vorhanden seien. Auch der erwartete Effekt, dass durch die Standards der Vergabeprozess vereinfacht wird, entspricht nur den Erfahrungen von einem Drittel. Doch den praktischen Problemen bei der Nutzung des EVB-IT Systemvertrages steht auch ein wesentlicher Nutzen gegenüber. So ist jeder zweite Vergabespezialist in den Behörden trotzt aller sonstigen Kritik der Meinung, dass er die Vergaberisiken mindert.

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