Mehr Clouds für Unternehmen und die öffentliche Verwaltung

Europäisches Projekt SmartCLIDE forciert Cloud-Einsatz

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Wie sich Cloud-Lösungen schnell ausrollen, sicher betreiben und einfach erweitern lassen, erforscht das von der EU geförderte Projekt SmartCLIDE.
Wie sich Cloud-Lösungen schnell ausrollen, sicher betreiben und einfach erweitern lassen, erforscht das von der EU geförderte Projekt SmartCLIDE. (Bild: © Vladimir Melnikov - stock.adobe.com)

Im Januar ist unter Führung des Bremer Instituts für angewandte Systemtechnik ATB das europäische Projekt SmartCLIDE gestartet. Die von der europäischen Kommission geförderte Forschungsarbeit hat das Ziel, den Einsatz von Cloud-Services in Unternehmen und Öffentlichen Verwaltungen zu fördern.

Im Idealfall soll eine integrierte Entwicklungsumgebung (Cloud IDE) entstehen, die den Aufbau branchenspezifischer Web-Lösungen beschleunigt, diese automatisiert absichert, in Kundenumgebungen verteilt und Aktualisierungen einfacher macht. Die Ergebnisse sollen dann als Open-Source-Software veröffentlicht werden.

SmartCLIDE steht für „Smart Cloud Integrated Development Environment supporting the full-stack implementation, composition and deployment of data-centered services and applications in the cloud“. In der Projektgruppe arbeiten neun Forschungsinstitute, Softwareunternehmen und Universitäten aus sechs europäischen Ländern zusammen, unter anderem als deutsche Teilnehmer neben ATB auch Contact Software und die Eclipse Foundation.

Sie wollen mithilfe der Security-by-Design-Experten von The Open Group (UK) eine universelle Referenzarchitektur auf Basis von GitHub oder ähnlichen Online-Diensten realisieren. Diese soll am Ende vor allem Werkzeuge für die Klassifikation und kontextbezogene Konfiguration von Softwarebausteinen, das automatische Testen und Verteilen der Lösungen sowie generische Schnittstellen zu den führenden Cloud-Service-Providern umfassen.

Das SmartCLIDE Konsortium

Die SmartCLIDE-Lösung baut auf dem Behavior-Driven-Development-Ansatz auf und will Anwender über ein einfach bedienbares User Interface frühzeitig in den Entwicklungsprozess einbeziehen. Zudem gibt es eine Deep Learning Engine, die mittels Runtime Monitoring die Nutzung der Anwendungen analysieren soll. Die KI-Komponente soll Softwareentwicklern künftig helfen, ihre Kundenlösungen passgenau zu gestalten sowie Schwachstellen schnell zu erkennen und zu beheben.

Neun Forschungsinstitute, Softwareunternehmen und Universitäten aus sechs europäischen Ländern bilden das SmartCLIDE Konsortium.
Neun Forschungsinstitute, Softwareunternehmen und Universitäten aus sechs europäischen Ländern bilden das SmartCLIDE Konsortium. (Bild: ATB)

Die EU-Kommission fördert das Projekt im Rahmen ihres Horizon 2020 Programms, um die digitale Souveränität der europäischen Wirtschaft zu stärken. „Die Cloud ist Motor der Digitalisierung, aber viele Unternehmen zögern noch sie zu nutzen“, sagt Stefan Gregorzik, Business Development Manager bei Contact Software. „SmartCLIDE soll es möglich machen, hohe Sicherheitsanforderungen mit einer einfachen Systemintegration und guten User Experience zu verbinden, damit Cloud-Lösungen in der Breite ankommen.“

Die Aufgabe von Contact wird sein, die SmartCLIDE-Entwicklungsumgebung an seiner Elements-Plattform zu erproben, zu bewerten und zu validieren. Die Eclipse Foundation Europe übernimmt die Projektkommunikation in der weltweiten Open Source Community, da die zentralen Komponenten der neuen Cloud IDE unter OSS-Lizenz veröffentlicht werden. So können Softwareentwickler und Fachanwender die späteren Projektergebnisse einsehen, frei nutzen und weiterentwickeln.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesterportal CloudComputing Insider.

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