eGovernment-Perspektiven

Europäischer Standard für Records Management

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Flexiblere Struktur

Die beschriebenen Anforderungen kommen in diversen Umgebungen mit unterschiedlichsten Gesetzgebungen und RM-Kulturen zum Tragen, sodass sie flexibel nutzbar sein müssen, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Vor diesem Hintergrund wird in MoReq2 eine flexiblere Struktur der Anforderungen geschaffen: Nationale Anforderungen werden in der Spezifikation berücksichtigt und eine Modularisierung der Anforderungen vorgenommen.

  • Das Basismodul umfasst das Minimum an Anforderungen, das notwendig ist, um ein zuverlässiges RM zu garantieren, und beschreibt unter anderem die Zugriffsverwaltung, Aufbewahrungsfristen und Langzeitarchivierung sowie das mit der ISO 23081 und dem OAIS kompatible Metadatenmodell.
  • MoReq befasst sich nicht nur mit RM, sondern berücksichtigt auch andere Systeme und Verfahren, die für den gesamten Lebenszyklus von Information relevant sind. Die Integration anderer Applikationen wie Content-Management-Systeme oder Vorgangsbearbeitung wird in den optionalen Modulen definiert. ?
  • Req-Conformance-Tests.?

Die Nachweisbarkeit und Zertifizierung der Implementierung von MoReq in Softwareprodukten ist ein wichtiger Bestandteil der MoReq2-Initiative. Daher werden standardisierte Testkriterien und Testskripte entwickelt, um die Einhaltung der definierten Produktanforderungen zu evaluieren. Diese Testsuite wird die Grundlage für ein Zertifizierungsverfahren durch das DLM Forum/DLM Network EEIG sein.

Die einzelnen Sprachversionen von MoReq2 sollen um länderspezifische Einleitungen ergänzt werden – im Scoping Report als „Chapter 0“ bezeichnet. Der Einleitungstext soll auf besondere Begebenheiten im Bereich des RM des jeweiligen Landes eingehen und den Begriff der „Records“ und dessen Kontext in der entsprechenden Kultur sowie das Verhältnis zu nationalen Standards und Gesetzen verdeutlichen.

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