Bitkom fordert EU-weite digitale Strategie

Europäischer Rat diskutiert Zukunft der digitalen Wirtschaft in Europa

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Die USA oder auch asiatische Staaten hätten die Bedeutung der Digitalen Wirtschaft schon lange erkannt und entsprechend gehandelt. „Das Silicon Valley ist nicht zufällig entstanden, sondern ist auch eine Folge gezielter Flankierung durch die US-Regierung“, so Kempf.

Derzeit habe die EU einen Anteil von 25 Prozent am weltweiten ITK-Markt, die USA kommen auf 27 Prozent. China erreicht 10 Prozent, Japan 8 Prozent und Brasilien 4 Prozent.

Zentrale Aufgaben einer europäischen Digital-Strategie seien nach Ansicht des Branchenverbands eine Modernisierung der Infrastrukturen und eine Erhöhung der Cyber-Sicherheit. Wichtiger Baustein dabei könnte eine EU-weite Initiative zum Ausbau intelligenter Netze werden, mit der unter anderem die Digitalisierung der Produktion hin zu Industrie 4.0 vorangetrieben würde.

„Wenn wir unsere Industriekompetenz mit unseren innovativen ITK-Lösungen verbinden, können wir die vierte industrielle Revolution zur Industrie 4.0 erfolgreich bewältigen und eine weltweite Vorreiterrolle einnehmen“, sagte Kempf.

Eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen ITK-Branche kommt dabei der Forschung zu. Das entsprechende EU-Innovationsprogramm „Horizon 2020“ müsse deshalb stärker auf Unternehmen der Informationstechnologie und Telekommunikation ausgerichtet werden.

Ausdrücklich begrüßt der Bitkom die europäischen Initiativen zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Dabei müsse es gelingen, die hohen deutschen Standards bei Datenschutz und IT-Sicherheit in Europa zu verankern. „Die Diskussion im Europäischen Rat muss der Auftakt für eine gemeinsame IT-Strategie werden. In der Digitalen Welt müssen wir einen gemeinsamen europäischen Ansatz entwickeln und die nationalstaatlichen und föderalen Strukturen überdenken“, sagte Kempf.

„Wenn wir weiter an einem Flickenteppich nationaler und regionaler IT-Strategien weben, vergeuden wir unsere Energie.“

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