Sicheres eGovernment mit dem elektronischen Personalausweis (ePA)

EU-weit elektronisch identifizieren

28.08.2009 | Autor / Redakteur: Sven Mulder / Gerald Viola

Kartenleser für den elektronischen Personalausweis (Quelle: BMI)
Kartenleser für den elektronischen Personalausweis (Quelle: BMI)

Eine Technologiebasis fürs eGovernment

Umsetzbar werden die geschilderten neuen Möglichkeiten durch das sogenannte eCard-API-Framework, das das BSI in der technischen Richtlinie TR 03112 beschreibt und auf dem auch der Bürgerclient basiert. Das eCard-API-Framework dient der interoperablen Nutzung von Signaturkarten, elektronischem Personalausweis und Gesundheitskarte. Es sorgt für die einfache Integration dieser unterschiedlichen Smartcards und deren einfache Nutzung durch verschiedenste Anwendungen in Wirtschaft und Verwaltung.

Mithilfe der qualifizierten digitalen Signatur, die auf Wunsch des Inhabers auf dem elektronischen Personalausweis nachgeladen wird, kann das eCard-API-Framework gleichermaßen für die elektronische Gesundheitskarte (eGK), für den elektronischen Entgeltnachweis (ELENA) oder für die elektronische Steuererklärung (ELSTER) verwendet werden. Außerdem lassen sich auf dem eCard-API-Framework auch alle anderen im deutschen Markt befindlichen Signaturkarten signaturgesetzkonform verwenden.

Zur einheitlichen Kommunikation der Komponenten des eCard-API-Frameworks untereinander entwickelten OpenLimit und Fujitsu Technology Solutions gemeinsam eine plattformneutrale interoperable eCard-Programmierschnittstelle, eine eCard API (Application Programming Interface). Diese präsentierten die Unternehmen bereits anlässlich der CeBIT 2009 bei digitalen Amtsgängen wie dem Ummelden eines Autos oder der Buchung einer Flugreise auf einem ersten Bürgerclient in Echtzeit.

Der große Praxistest

Um das enorme Einsatzspektrum des elektronischen Personalausweises validieren zu können, plant die Bundesregierung, vom 1. Oktober 2009 bis zum 31. Oktober 2010 mit 30 Unternehmen und mindestens 3.000 Probanden Tests durchzuführen. Fujitsu Technology Solutions ist eines dieser 30 Unternehmen und wird eBusiness- sowie Webshop-Anwendungen für diese Validierung zur Verfügung stellen.

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