Sicheres eGovernment mit dem elektronischen Personalausweis (ePA)

EU-weit elektronisch identifizieren

28.08.2009 | Autor / Redakteur: Sven Mulder / Gerald Viola

Kartenleser für den elektronischen Personalausweis (Quelle: BMI)
Kartenleser für den elektronischen Personalausweis (Quelle: BMI)

2010 bringt nicht zuletzt durch den Vertrag von Lissabon für die EU-Mitgliedsstaaten zahlreiche neue Aufgaben mit sich. Ein auf den ersten Blick einfach um-zusetzendes Ziel der Lissabon-Strategie ist es, die Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten, der Bürger und Unternehmen über Grenzen hinweg zu vereinfachen. Die große Herausforderung dabei ist, dass die Bürgerinnen und Bürger bislang nur auf nationaler Ebene in Dialog mit den Behörden treten. Künftig ist auch hier ein EU-weiter Ansatz erforderlich.

Sicherlich ist der „Citizen“ künftig auch der Begriff für einen „europäischen Bürger“ – wo auch immer er sich im Schengen-Raum als „Resident“ aufhalten mag. Natürlich bleibt die Autonomie der Mitgliedsstaaten weiterhin erhalten, auch dies ist ein Ergebnis der Lissabon-Strategie. Die Arbeitsweise zwischen den EU-weit beteiligten Bürgern und Verwaltungen ändert sich allerdings zunehmend.

Bürger verbinden

Die EU hat im Juni 2009 eine deutliche Erweiterung ihrer Aktivitäten zum grenzüberschreitenden Einsatz elektronischer Identitäten angekündigt. Das EU-Projekt STORK nimmt bei der grenzüberschreitenden Interaktion von Behörden und Bürgern schon jetzt eine Schlüsselrolle ein. Ziel des Pilotprojekts ist es, EU-weit ein interoperables System für die sichere Erkennung und Nutzung von elektronischer Identität und Authentifizierung einzuführen. Es soll Unternehmen, Bürgern und Mitarbeitern in der Verwaltung ermöglichen, ihre elektronische Identität in jedem beliebigen Mitgliedsstaat bei ihren Aktivitäten im Internet einzusetzen. Damit treibt STORK unter anderem auch Government-Dienstleistungen für EU-Bürger maßgeblich voran. Für die nationalen Verwaltungen bedeutet dies neue Aufgaben.

Die Bedeutung der elektronischen Identität wurde vom zuständigen EU-Direktor Dr. K. Aniyan C. Varghese bei der EEMA (The European Association for e-identity and security)-Konferenz am 26. Juni 2009 betont: „Die elektronische Identität wird die Basis und das Rückgrat für nahezu jede einzelne Dienstleistung, die künftig vorstellbar ist – das betrifft sowohl die Bürgerinnen und Bürger, als auch die Wirtschaft und die entsprechenden Government-Dienste.“ Diese klare Aussage bringt für alle Mitgliedsstaaten tief greifende Veränderungen mit sich.

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