Suchen

Strategische Entscheidung beim EU Publications Office EU: Veröffentlichungen nur noch im PDF/A-Format

| Autor / Redakteur: Nicole Körber / Gerald Viola

Das EU Publications Office hat sich für den PDF/A-Standard als Format für die mehr als 150.000 Dokumente in seiner ständig wachsenden digitalen Bibliothek entschieden. Als Herausgeber von Veröffentlichungen der Organe der Europäischen Gemeinschaften und der Europäischen Union hat das Amt das Ziel, sämtliche Inhalte – auch die zahlreichen bis ins Jahr 1952 zurückreichenden Papierdokumente – digital bereitzustellen.

Firmen zum Thema

Dr. Silke Stapel (EU-Bookshop-Abteilung) und Projektkoordinator Anton Zagar beim Entstauben des Papierarchivs
Dr. Silke Stapel (EU-Bookshop-Abteilung) und Projektkoordinator Anton Zagar beim Entstauben des Papierarchivs
( Archiv: Vogel Business Media )

Damit soll den Bürgern der Zugriff erleichtert und zusätzlich für Transparenz gesorgt werden. Das EU Publications Office musste dafür in einem straffen Zeitplan das papierbasierende und das elektronische Archiv mit heterogenen PDF-Dateien zusammenführen.

Das in Luxemburg ansässige Amt für Veröffentlichungen der EU (EU Publications Office) gibt täglich das Amtsblatt der Europäischen Union in bis zu 23 Sprachen heraus, sowie auch die Veröffentlichungen der rund 370 institutionellen Autorendienste.

Hinzu kommen mehrere Online-Dienste, die den Bürgern Zugriff auf Informationen bieten. Dazu gehört auch der seit 2005 existierende Dienst „EU-Bookshop“, in dem neben täglichen Neuerscheinungen sämtliche historische Veröffentlichungen der EU katalogisiert, inventarisiert und archiviert werden. Anschließend stehen sie als PDF zum Download bereit.

Dr. Silke Stapel, Leiterin der EU-Bookshop-Abteilung des EU Publications Office, erklärt: „Bürger und Unternehmen sollen über eine einzige Anlaufstelle Zugang zu den Veröffentlichungen der europäischen Institutionen, Agenturen und sonstigen Einrichtungen erhalten. Zu dem bereits beträchtlichen Bestand kommen jährlich rund 600 neue Publikationen hinzu.“

Unmittelbar nach der Einrichtung des EU Bookshops wurden rund 65.000 bibliografische Notizen über die Seite (bookshop.europa.eu) bereitgestellt und ein Scan-on-Demand-Dienst im Haus eingerichtet. Über diesen konnten Interessenten PDF gewünschter Dokumente anfordern. Mit der internen Abwicklung dieses Scan-Angebots war man jedoch rasch an den Kapazitätsgrenzen, und bald dauerte es mehrere Monate, bis eine PDF-Bestellung erledigt war.

Nächste Seite: Ziel ist ein einheitliches, vollständiges und digitales Archiv

(ID:2048109)