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QGroup meldet erfolgreiche Hacker-Angriffe zu Jahresbeginn Erneut Internetseiten von Regierungen gehackt

| Redakteur: Susanne Ehneß

Ob Großbritannien, Türkei oder Italien: Zahlreiche Regierungen wurden im Januar und Februar 2014 Opfer von Hacker-Angriffen und offenbarten damit ihre Sicherheitslecks. Meistens steckten politische Statements hinter den Attacken, manchmal aber auch ganz persönliche Bedürfnisse.

Für Hacktivisten öffneten sich wieder einige Schlösser zu Regierungsnetzen
Für Hacktivisten öffneten sich wieder einige Schlösser zu Regierungsnetzen
(Bild: © igor - Fotolia)

Erstes Opfer war die Regierung Saudi-Arabien. Im Januar wurden ganze 16 Regierungsseiten von den Hackern der „Syrian Electronic Army“ geknackt und entstellt. Das Hackerkollektiv wurde im selben Monat selbst erfolgreich angegriffen: Mitglieder der türkischen Hackergruppe „TurkGuvenligi“ entstellten die Webseite.

Hacker-Angriffe auf Behörden und Ministerien

Bildergalerie mit 141 Bildern

Aus der Türkei wurde im selben Zeitraum der nächste Angriff gemeldet. „RedHack“ griff verschiedene Internetseiten der türkischen Regierung an, darunter die Auftritte der türkischen Staatsbahn sowie der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung. Per Cross-Site-Scripting wurden die Besucher auf andere Webseiten umgelenkt.

Die Hacker von „RedHack“ waren auch im Februar aktiv: Sie verschafften sich Zugang zur US-amerikanischen Botschaft in der Türkei und verbreiteten vertrauliche Informationen von Angestellten, darunter eMail-Adressen und Telefonnummern.

Weitere Ziele

Großbritannien war im Februar gleich zweimal Opfer erfolgreicher Hackerangriffe. Anhänger des „Anonymous“-Kollektivs hackten die Seite des „Government Communications Headquarters“ und störten sie. Auch das Justizministerium wurde angegriffen: Aufgrund der „nicht vorhandenen Missbilligung der NSA-Abhöraffäre“ wurde die offizielle Website zum Ziel von Hacktivisten.

Auch weiter südlich wurden die Hacker fündig. „Anonymous“ griff die Webseiten der italienischen Drogenfahndung, der Gesundheitsbehörde und anderer Anti-Drogen-Seiten an. Die Sites wurden entstellt und blieben daraufhin offline. Der Angriff wurde unter dem Namen „OpCannabis“ durchgeführt und dürfte weniger politisch motiviert gewesen sein.

Ebenfalls im Februar entstellte die Hackergruppe „MaCiMiZerS“ die Internetseite der russischen Regierung für den Bereich Kundenservice.

Angesichts der Verhaftung mehrerer Anonymous-Mitglieder in Singapur hackten ihre Kollegen die Regierungsserver. Persönliche Daten von Regierungsmitarbeitern wurden veröffentlicht, weitere Veröffentichungen wurden angedroht.

Eine Übersicht über die schwersten Hackerangriffe auf Behörden und Ministerien seit 2011 finden Sie in der Bildergalerie. Die Attacken wurden in Form von Todesanzeigen arrangiert – gemeinsam mit dem IT-Security-Anbieter QGroup. Dadurch erhalten Sie einen kurzweiligen Einblick in die Schwachstellen der IT-Security.

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