Vorteile für bayerische Kommunen

Ergänzungsvereinbarung zur Geodaten-Nutzung in Bayern

| Autor: Ira Zahorsky

Im Liegenschaftskataster wird nach den Angaben von Finanzstaatssekretär Albert Füracker seit 2012 für alle Gebäude in Bayern deren Höhe und Dachform erfasst. Damit entstehe ein digitales Modell Bayerns zum Anschauen, Drehen, Bearbeiten und Analysieren.
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Im Liegenschaftskataster wird nach den Angaben von Finanzstaatssekretär Albert Füracker seit 2012 für alle Gebäude in Bayern deren Höhe und Dachform erfasst. Damit entstehe ein digitales Modell Bayerns zum Anschauen, Drehen, Bearbeiten und Analysieren. (© McCarony - Fotolia.com)

Beinahe alle bayerischen Kommunen nehmen bereits die Geobasisdaten-Angebote der Bayerischen Vermessungsverwaltung als Planungsgrundlage in Anspruch. Eine frisch unterzeichnete Ergänzungsvereinbarung bringt den Kommunen weitere finanzielle Vorteile bei der Nutzung.

Es gibt bereits eine Generalvereinbarung mit dem Gemeinde- und Städtetag zur Nutzung der Geobasisdaten der Bayerischen Vermessungsverwaltung. Auf Basis dieser Vereinbarung können die bayerischen Kommunen die vielfältigen Geodaten der Vermessungsverwaltung zu einem sehr günstigen Preis nutzen, was auch rund 96 Prozent der Kommunen tun.

Gemeinsam mit dem Präsidenten des Gemeindetags Dr. Uwe Brandl und dem Vorsitzenden des Städtetags Dr. Ulrich Maly hat Füracker nun eine Ergänzungsvereinbarung unterzeichnet, die den Gemeinden und Städten einen vertraglich geregelten Mengenrabatt von zehn Prozent gewährt. Optional können die Gemeinden und Städte hochgenaue 3D-Daten der Erdoberfläche (DGM 1) und 3D-Gebäudemodelle zu attraktiven Pauschalgebühren erwerben. Wählt eine Kommune noch im Jahr 2014 die Datenoption anstelle der monetären Ermäßigung, reduziert sich die Gebühr für das DGM 1 um weitere 30 Prozent.

„Die neu verfügbaren dreidimensionalen Daten der Vermessungsverwaltung sind äußerst wertvoll für die bayerischen Gemeinden und vielfältig nutzbar“, betont Brandl und erhofft sich eine umfassende Nutzung des neuen Angebots. Vor allem für Zwecke der Innenentwicklung, der Überschwemmungssimulation und Energiewende, beispielsweise zur Erstellung von Energienutzungsplänen, würden diese Daten eine unverzichtbare Planungsgrundlage darstellen. „Mit Hilfe von Geoinformationssystemen und den Daten der Vermessungsverwaltung wären virtuelle Stadtrundgänge, eine anschauliche Bauleitplanung oder auch Analysen zur Eignung von Dachflächen für Photovoltaikanlagen auf einfache Art und Weise möglich“, ergänzt Maly. Die praxisorientierte Anwendung des gesamten Geodatenpotenzials könne zu einer optimalen Bürgerkommunikation beitragen.

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