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Bildgebungsverfahren in der Medizin Erforschung des menschlichen Gehirns

| Redakteur: Ira Zahorsky

Mit vier Magnetresonanztomographen wollen britische Wissenschaftler die Geheimnisse des menschlichen Gehirns erforschen. Die notwendige Technik kommt von Siemens.

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Das Cardiff University Brain Research Imaging Centre (CUBRIC) soll eine der führenden europäischen Neurobildgebungseinrichtungen werden.
Das Cardiff University Brain Research Imaging Centre (CUBRIC) soll eine der führenden europäischen Neurobildgebungseinrichtungen werden.
(Bild: Siemens)

Im neu eröffneten Cardiff University Brain Research Imaging Centre (CUBRIC) wollen Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Ursachen neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen wie Demenz, Schizophrenie und multiple Sklerose gewinnen. Außerdem wollen die Forscher ein besseres Verständnis der Mechanismen im gesunden Gehirn gewinnen.

Dabei unterstützt werden die Wissenschaftler von vier Magnetresonanztomographen (MRT) von Siemens Healthinieers. Zum Einsatz kommen Bildgebungs- und kognitive Techniken wie mikrostrukturelle Bildgebung, funktionelle MRT und Hirnstimulation.

Strukturen im Mikrometerbereich untersuchen

Das Magnetom Skyra Connectom 3T von Siemens ist derzeit das einzige seiner Art in Europa. Allerdings befindet sich das Produkt in der Entwicklungsphase und ist deshalb noch nicht käuflich zu erwerben.
Das Magnetom Skyra Connectom 3T von Siemens ist derzeit das einzige seiner Art in Europa. Allerdings befindet sich das Produkt in der Entwicklungsphase und ist deshalb noch nicht käuflich zu erwerben.
(Bild: Siemens)

Eines der vier genutzten MRT-Systeme, das Magnetom Skyra Connectom 3T, ist derzeit das einzige seiner Art in Europa. Mit seiner Hilfe können Wissenschaftler Strukturen im Mikrometerbereich untersuchen. Das System ist mit 300-mT/m-Gradientenspulen ausgestattet, die mehr als sechsmal so leistungsstark sind wie die Spulen in konventionellen MR-Systemen. Gewebe-Mikrostrukturen lassen sich detaillierter untersuchen.

Die Forschungseinrichtung verfügt zudem über ein Magnetom 7T, das eine hohe räumliche Auflösung sowie eine mehr als doppelt so hohe Feldstärke im Vergleich mit den meisten MR-Scannern aufweist. Damit lassen sich Gehirnstrukturen mit einem hohen Kontrast untersuchen, um geringfügige Unterschiede in Gehirnstruktur und Gehirnfunktion neurologischen und psychiatrischen Störungen zu analysieren.

Mit den beiden weiteren 3T-Systeme vom Typ Magnetom Prisma können die Wissenschaftler MRT-Forschungsstudien an großen Patientengruppen durchführen oder von pharmazeutischen Studien und experimenteller MRT.

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserem Schwesterportal Elektronikpraxis.

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