Fachtagung: Netzdialog Bayern 2011

Erfolgreiche Vernetzung von Bürgern, Politik und Wirtschaft

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Dass Heiner Geißler mit dieser Einschätzung wohl richtig liegt, auch dafür lieferte Krcmar mit der Analyse einschlägiger Webseiten einen schlagenden Beweis. So zeigte sich in Krcmars Analyse, dass viele der in diesem Zusammenhang gern genannten Seiten der Öffentlichen Hand von den Bürgern längst nicht in dem vermuteten Ausmaß genutzt werden.

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So kam die MOGDy-Seite der Landeshauptstadt München bei einer Einwohnerzahl von gut 1,3 Millionen nur auf 572 Teilnehmer. Und der Bürgerhaushalt Hamburg erreichte bei fast 1,8 Millionen Einwohnern gerade einmal 635 Teilnehmer.

Im Gegenzug sind die Internetseiten vieler Bürgerinitiativen inzwischen so gut gemacht, dass sie den Vergleich mit Angeboten der Öffentlichen Hand nicht mehr scheuen müssen.

Anders stellt sich die Situation dann dar, wenn es gelingt, den Bürgern einen Nutzen zu bieten. So kommt die bekannte Maerker-Plattform des Landes Brandenburg auf 5.321 Bürgerhinweise bei rund 2,5 Millionen Einwohnern.

Von der Kunst des Regierens zur Offenen Staatskunst

Krcmar schloss daraus, dass zu den Erfolgsfaktoren von eGovernment und Open Government unter anderem die Einbeziehung der politischen Ebene und die Möglichkeit zur Partizipation gehören. Erst wenn diese gegeben seien, ließen sich die Ziele von Open Government verwirklichen. Dazu Prof. Krcmar in seinem Impulsvortrag: „Offenheit, Stärkung der Demokratie, Erhöhung von Effizienz und Effektivität erfordern Transparenz, Partizipation und Kollaboration“.

Auch Franz Josef Pschierer vertrat in seiner Eröffnungsrede eine vergleichbare Position: „Die Herausforderung für Politik, Verwaltung und IT-Fachleute wird sein, Open Government in bestehende Kommunikationskanäle und Kommunikationsstrategien zu integrieren und so Mehrwerte zu schaffen. Und dabei die bewährten Kommunikationskanäle sinnvoll zu ergänzen und nicht zu ersetzen.“

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