Initiative D21 wählt Gesamtvorstand und Präsidium

Erfindet sich das Netzwerk für die digitale Gesellschaft neu?

| Redakteur: Manfred Klein

Alter und neuer Präsident der Initiative D21: Hannes Schwaderer
Alter und neuer Präsident der Initiative D21: Hannes Schwaderer (Foto: Initiative D21)

Geben wir es ruhig zu: In den vergangenen Jahren war es ein wenig ruhig um die Traditionsinitiative D21 geworden. Doch nun, im 15. Jahr ihres Bestehens, macht die Initiative D21 wieder von sich reden. Manche halten die D21 inzwischen für die einzige Plattform, auf der alle Fragen der Digitalisierung diskutiert werden. Doch was ist dran an den Vorschusslorbeeren?

Indizien dafür gibt es inzwischen einige. So scheint es, als werde die die Inititiative D21 wieder zur Diskussions- und Ankündigungsplattform der digitalen Agenda.

So nutzte etwa der Bundestagsabgeordnete und netzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Lars Klingbeil, die Neujahrsveranstaltung der D21 dazu den Start des Internetausschusses AIDA im Bundestag bekanntzugeben. Begründung: Die Netzpolitik müsse endlich erwachsen werden.

Die Gästeliste der Veranstaltung, die der Verein anlässlich der Wahl seines Präsidiums und Vorstands durchführte, zeigt zudem dass die Neuausrichtung der Initiative auch in der Politik sehr genau beobachtet wird.

Und die D21 selbst? Zur Wahl des neuen Vorstands und des neuen Präsidiums erklärte der wiedergewählte Präsident Hannes Schwaderer: „Das Internet und die angehende Digitale Gesellschaft sind in den Augen vieler plötzlich nicht mehr Synonym für innovative Freiräume, belebende Diskussionen, ein wirtschaftlicher Motor und ungeahnte Möglichkeit gesellschaftlicher Teilhabe und ihrer Entwicklung, sondern werden plötzlich auch als eine Sphäre begriffen, die unsere privatesten Lebensumstände überwachen und analysieren kann.“

Die NSA-Affäre habe zudem das Vertrauen in die digitale Welt bei vielen Bürgern erschüttert.

„Das macht die Arbeit der Initiative D21 nicht leichter, aber umso wichtiger. Wir müssen daher erläutern, vermitteln und Lösungswege aufzeigen. Wir müssen Kenntnisse und Sicherheit im Umgang schaffen, aber auch Ängste nehmen und Begeisterung erzeugen. Nur so kann es uns gelingen, unseren Teil dazu beizutragen, diese negativen Entwicklungen umzukehren und in eine neue Form von Bewusstsein für den eigenen und zukünftigen gesellschaftlichen Umgang mit den digitalen Medien münden zu lassen“, so Schwaderer weiter.

Das erklärte Ziel der in diesen Gremien versammelten Experten ist es, sich gemeinsam für die Förderung der Digitalen Gesellschaft in Deutschland stark zu machen und sich für den sinnvollen und souveränen Umgang mit digitalen Medien einzusetzen.

Der Gesamtvorstand der Initiative D21 besteht aus 22 Vertretern verschiedener Branchen, von IKT-Dienstleistern und -Herstellern, über Beratungsunternehmen und Marktforscher bis hin zu Vereinen und der Wissenschaft. Während ihrer zweijährigen Amtszeit werden die neuen Vorstandsmitglieder Projekte mit den politischen Partnern in den Bereichen Bildung, Standort und Vertrauen vorantreiben.

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