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10 Jahre eGovernment Computing Engagierter Journalismus für eine nachhaltige Verwaltung

| Redakteur: Manfred Klein

Im Herbst 2001 erschien die erste Ausgabe der eGovernment Computing. Zahlreiche Experten gratulierten zum Geburtstag, zum Beispiel Jon Abele von BearingPoint.

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Jon Abele, Partner und Leiter Öffentliche Auftraggeber bei BearingPoint
Jon Abele, Partner und Leiter Öffentliche Auftraggeber bei BearingPoint
( Archiv: Vogel Business Media )

Im November 2001 zur Kongress-Fachmesse Moderner Staat erschien zum ersten Mal die eGovernment Computing. Themen, die damals noch in weiter Zukunft lagen, gehören heute zur Praxis.

Dazu hat die Zeitschrift maßgeblich beigetragen, indem sie Entscheider im Public Sector stets aktuell und engagiert über relevante Trends und Innovationen informiert hat. Deshalb möchte ich im Namen von BearingPoint – aber auch ganz persönlich – herzlich gratulieren.

Vor zehn Jahren hatte BearingPoint gerade gemeinsam mit Cisco den 2.  Government-Wettbewerb prämiert, den die eGovernment Computing seitdem intensiv redaktionell begleitet.

Zu den ersten Einreichungen und Gewinnern gehörten Portallösungen und eGovernment-Strategien. Es folgten 10 weitere Jahre und Wettbewerbe mit herausragenden Projekten und Gewinnern – zum Beispiel zu Basiskomponenten wie ePayment, eProcurement, Simulations- und Schulungslösungen sowie DVDV. Prämiert wurden auch Lösungen für Fachanwendungen wie Meldewesen, Bauantrag, Bürgerhaushalt, Arbeitsmarkt, Agrarantrag, VEMAGS, Altersvorsorge, Personenstandsurkunden, Kfz-Wesen und Tierseuchenüberwachung.

Darüber hinaus gab es Gewinnerbeiträge zu fachunabhängigen Anwendungen wie Wissensmanagement, Kollaboration, Vorgangsbearbeitung und dem Fördermittelmanagement. Hinzu kamen Lösungen wie D115, mobile Bürgerdienste sowie Beschwerde- und Hinweisportale.

Die erfolgreichen Wettbewerbsbeiträge spiegeln die enorme Bandbreite der eGovernment-Maßnahmen der Behörden wider. Gleichzeitig wird die über die Jahre hinweg stetig zunehmende Komplexität und Qualität der Angebote für Bürger und Wirtschaft deutlich. Eine Entwicklung, die der engagierte Journalismus von eGovernment Computing gefördert hat.

Aber gibt es auch im deutschen eGovernment einen Grund zu feiern? Wir haben in der Zwischenzeit mit dem IT-Planungsrat ein Gremium mit Verfassungsrang und Zuständigkeit für die IT von Bund, Ländern und Kommunen. Dieser IT-Planungsrat hat gerade ein Memorandum beschlossen, in dem zum Beispiel das Ziel formuliert ist, dass Bund, Länder und Kommunen zur Kosteneinsparung gemeinsam IT-Infrastrukturen nutzen können.

Wir haben mit der Einführung des neuen Personalausweises und der De-Mail technische Möglichkeiten eingeführt, die eine Authentifizierung im Internet ermöglichen. Und wir sind dabei, ein eGovernment-Gesetz auf den Weg zu bringen, das zumindest die Schriftformregelungen vereinfacht und wir erleben gerade wie aus eGovernment Government wird.

Getrieben durch die neuen Technologien wie Web 2.0 und neue Möglichkeiten der Authentifizierung im Netz sowie dem demografischen Wandel, wird sich das „Geschäftsmodell“ der Öffentlichen Verwaltung verändern. Denn Authentifizierung und Open Government ermöglichen sichere und effiziente Self Services nicht nur am Kontoauszugautomaten, sondern auch in staatlichen Registern.

Die Beziehung zwischen Verwaltung und Bürgern wandelt sich, der Bürger wird an vielen Stellen Informationen für die Verwaltung generieren, erfassen und stärker in die Dienstleistungs- und Meinungsbildungsprozesse integriert sein. Die Entwicklung bleibt also spannend.

Wir dürfen neugierig sein auf die nächsten Ausgaben der eGovernment Computing und im Sinne einer modernen, nachhaltigen Verwaltung weiter in Projekten und im Redaktionsbeirat an der Gestaltung der Zukunft mitwirken.

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