Case-Study

Endpoint-Security mit Lebensfreude und Genuss

| Autor / Redakteur: Martin Esken / Susanne Ehneß

Baden-Baden ist die kleinste kreisfreie Stadt in Baden-Württemberg
Baden-Baden ist die kleinste kreisfreie Stadt in Baden-Württemberg (Bild: Stadt Baden-Baden)

„Baden-Baden – für mehr Lebensfreude und Genuss“ heißt das Motto der Kurstadt am Fuße des Schwarzwalds. Die Lebensfreude der Mitarbeiter des städtischen Fachgebiets IuK wurde allerdings durch das Vorhaben, eine Lösung für die Sicherheit ihrer Endgeräte einzuführen, auf eine harte Probe gestellt. Erst nach mehreren Anläufen gelang es, die passende Lösung zu finden.

Die geschäftige Betriebsamkeit des Fachgebiets IuK (Informations- und Kommunikationstechnik) des Baden-Badener Rathauses lässt bereits erahnen, dass von diesen Räumen aus viel bewegt und verwaltet wird. Die Systempläne auf den Bildschirmen oder in ausgedruckter Form an den Wänden zeigen nur einige Auszüge aus der komplexen IT-Landschaft. Im Gegensatz zu vielen „normalen“ Stadtverwaltungen sieht sich die Stadt Baden-Baden einem erweiterten Aufgabenspektrum gegenüber: Mit 54.000 Einwohnern ist Baden-Baden die kleinste kreisfreie Stadt Baden-Württembergs.

Dies bedeutet, dass das Rathaus auch Aufgaben eines Landratsamts übernehmen muss, beispielsweise die Straßenverkehrsbehörde oder das Sozialamt. Darüber hinaus verfügt Baden-Baden über ein besonderes Kulturangebot, das etwa die Philharmonie oder das Theater mit Schneiderei einschließt.

„All diese Einrichtungen sowie die 20 Schulen sind Bestandteil unserer Systemlandschaft. Hinzu kommen außerdem viele mobile Geräte, zum Beispiel die des Fachgebiets Öffentliche Ordnung oder des Forstamtes. Insgesamt stellen knapp 800 stationäre und 110 mobile Arbeitsplätze potenzielle Angriffspunkte dar“, erläutert Matthias Götz vom Fachgebiet IuK der Stadtverwaltung.

Endpoint Security – ein Muss für jede Stadtverwaltung

Viele Organisationen, so auch die meisten Stadt- oder Kreisverwaltungen, beschränken sich darauf, ihre Netzwerke nur gegen Angriffe aus dem Internet zu schützen – Firewalls und Virenscanner sind weit verbreitet. Diese Maßnahmen greifen jedoch zu kurz, denn schon mit einfachen Mitteln können über jedes beliebige Endgerät Daten entzogen werden oder schadhafte Software ins Netzwerk gelangen – der USB-Stick ist hier nur das einfachste Beispiel.

Gerade wenn sensible Daten verarbeitet und verwaltet werden, beispielsweise die persönlichen Daten von Einwohnern, ist die Einführung einer Endpoint-Security-Lösung unumgänglich. Auch die Stadtverwaltung Baden-Baden traf folgerichtig diese strategisch wichtige Entscheidung.

Komplexe Systemlandschaft

„Bereits bei der Vorauswahl der Produkte wurde uns klar, dass die sehr komplexe Systemlandschaft den Anbietern entsprechender Lösungen sicherlich Probleme bereiten wird. Diese Annahme bestätigte sich zu unserem Leidwesen“, erinnert sich Stefan Hanmann, Kollege von Matthias Götz.

„Die hohe Anzahl der unterschiedlichen Anwendungen wurde besonders problematisch. So verfügt zum Beispiel das Vermessungsamt über eine sehr effektive, aber aufgrund ihres Alters wenig kompatible Lösung. Auch die Inventarisierungslösung und die mobilen Handgeräte des Gartenamtes und des Gemeindevollzugsdienstes warfen besondere Probleme auf.“

Verschiedene Lösungen wurden gesichtet und einer ersten kurzen Testphase unterzogen, in der sich jedoch viele Aufgaben nicht ausreichend nachstellen ließen. „Wir entschlossen uns dazu, das vermeintlich beste Produkt einzuführen, um es umfangreicheren Tests im Produktivbetrieb unterziehen zu können“, berichtet Klaus Thomas, ebenfalls vom Fachgebiet IuK.

„Leider mussten wir feststellen, dass Probleme auftauchten, mit denen auch die Consultants des Herstellers hoffnungslos überfordert waren. Irgendwann gerieten wir dann in eine Sackgasse, aus der wir mit diesem Hersteller nicht mehr herauskamen.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie es dennoch weiterging.

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