Positives Beispiel für eGovernment

ELSTER wird immer besser angenommen

| Autor: Susanne Ehneß

ELSTER wird immer beliebter
ELSTER wird immer beliebter (© Andre Bonn - stock.adobe.com)

Die Zahl der elektronischen Steuererklärungen nimmt zu. 22,1 Millionen Steuerzahler erklärten 2017 ihre Einkommenssteuer elektronisch über den Online-Dienst ELSTER.

Die Zahl der Online-Steuererklärungen hat laut Bitkom seit 2012 deutlich zugenommen (2012: 12 Millionen). Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme um rund fünf Prozent (2016: 21 Millionen).

„Die Online-Steuererklärung spart Papierkram, Zeit und Nerven. Das wissen immer mehr Steuerzahler zu schätzen“, kommentiert Bitkom-Steuerexperte Thomas Kriesel. Das ELSTER-Projekt sei ein positives Beispiel für die erfolgreiche Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen, auch wenn das komplexe deutsche Steuerrecht dadurch nicht einfacher werde.

„Wer einmal die aufwändige Registrierung durchlaufen und das Verfahren genutzt hat, wird schnell davon überzeugt sein, dass die Online-Steuererklärung viel bequemer und weniger fehleranfällig ist als das Ausfüllen von Papierformularen“, so Kriesel weiter.

Das Online-Portal www.elster.de wurde im vergangenen Jahr überarbeitet, um mehr Bürger dafür begeistern zu können:

Finanzministerium hofft auf mehr digitale Steuererklärungen

„Elster“ überarbeitet

Finanzministerium hofft auf mehr digitale Steuererklärungen

25.07.17 - Der Internetauftritt von „Elster“ wurde aufgefrischt. Dadurch sollen mehr Bürger animiert werden, ihre Steuererklärung digital abzuwickeln. lesen

Voraussetzung für die Nutzung der elektronischen Steuerklärung ist eine einmalige Registrierung und postalische Authentifizierung, was mehrere Tage in Anspruch nimmt. Die Steuer kann auf zwei Wegen erklärt werden: Über „Mein Elster“ können Steuerdaten direkt im Browser und papierlos abgegeben werden – das erspart das Herunterladen, Installieren und Aktualisieren spezieller Programme. Alternativ bietet das Online-Finanzamt das Programm „ElsterFormular“ zum Download, mit dem die Steuererklärung offline bearbeitet und online an das Finanzamt übermittelt werden kann.

Zudem gibt es zahlreiche gewerbliche Software-Produkte, die eine elektronische Steuererklärung über die ELSTER-Schnittstelle zulassen. „Professionelle Steuer-Software bietet in der Regel mehr Komfort bei der Eingabe und gibt auch für Laien verständliche Tipps zum Steuersparen. Die Investition kann sich schnell rechnen“, meint Kriesel.

Neu ab dem Steuerjahr 2017 sei, dass grundsätzlich keine Belege und separate Aufstellungen mehr an das Finanzamt versendet werden müssen. Damit ist die Bearbeitung der Steuererklärung laut Bitkom „in der Regel durchgängig elektronisch möglich“. Denn die meisten für die Besteuerung wichtigen Nachweise würden von Dritten, etwa Banken und Sozialversicherungen, automatisch und ebenfalls in digitaler Form an die Finanzverwaltung übermittelt.

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