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Die eBilanz kommt ELSTER für die Wirtschaft ab 2014

| Redakteur: Manfred Klein

Nach der Projektphase beginnt auch im Bilanzbereich das digitale Zeitalter. Mit der eBilanz soll die Kommunikation zwischen Finanzverwaltung und Unternehmen auf den Stand der Technik gebracht werden. Die für die Einführung notwendigen Regelungen sind das Werk langwieriger Verhandlungen und Kompromisse. Droht der eBilanz das Schicksal von ELENA?

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(Foto: Frank-Gärtner---Fotolia)

Nach Ablauf der Projektphase und sowohl umfangreichen als auch erfolgreichen Konsultationen zwischen der Bundesregierung und den Nutzern, wird die eBilanz wie geplant eingeführt, melden das Bundeswirtschafts- und das Bundesfinanzministerium. Die Wirtschaftsteilnehmer könnten somit auf bereits getätigte Investitionen vertrauen.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesfinanzminister, Hartmut Koschyk, und der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundeswirtschaftsminister und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Burgbacher, erklären: „Die eBilanz wird mittelstandsfreundlich umgesetzt und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entbürokratisierung. Auch auf kleine und mittlere Unternehmen wird Rücksicht genommen. Sie müssen nur die im Hauptbuch enthaltenen Bilanzposten elektronisch übermitteln.“

Die elektronische Übermittlung von eBilanzen wird in den allermeisten Fällen erst für Wirtschaftsjahre ab 2013 verpflichtend, also – zusammen mit den elektronischen Steuererklärungen – frühestens im Jahr 2014.

Für das Wirtschaftsjahr 2012 oder 2012/2013 steh es den Unternehmen frei, die Bilanz noch auf Papier abzugeben oder bereits elektronisch. Der Vorteil dieser Regelung sei, dass getestet werden kann, ob alles funktioniert. Viele Unternehmen, steuerberatende Berufe und Softwarehäuser arbeiteten bereits mit Hochdruck an der Einführung der eBilanz.

Die gefundene Regelung ist Ergebnis eines zusammen mit den Kammern, Verbänden und Unternehmen nach einer Pilotphase erarbeiteten Kompromisses, der den Belangen aller Beteiligten angemessen Rechnung tragen soll. Im Lauf der Zeit soll die Umstellung Vereinfachungen und Effizienzgewinne bringen.

Unzweifelhaft sei auch, dass eine differenzierte Datenübermittlung dazu beitrage, dass Rückfragen durch die Finanzämter bei den Unternehmen abnehmen werden und eine endgültige Steuerfest­setzung schneller möglich werde.

Der amtliche Datensatz der eBilanz wird kontinuierlich evaluiert. Ziel ist, die eBilanz den praktischen Anforderungen kontinuierlich anzupassen. In diesen Prozess werden – wie bisher auch – interessierte Vertreter der Kammern, Verbände und Unternehmen eingebunden.

Kleine und mittlere Unternehmen erhalten von der Steuerverwaltung auch insofern eine Unterstützung, als für sie spezielle Informationen zur Verfügung gehalten werden, die ihnen den Einstieg in die eBilanz erleichtern sollen. Außerdem wird auf der Webseite von ELSTER eine kleine Datenbank mit am Markt verfügbarer Steuersoftware mit ELSTER-Schnittstelle vorgehalten.

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