Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein

Elektronisches Grundbuch wird nutzerfreundlicher

| Autor: Ira Zahorsky

Das elektronische Grundbuch soll in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein weiterentwickelt werden
Das elektronische Grundbuch soll in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein weiterentwickelt werden (Bild: momius_Fotolia.com)

Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein werden die elektronische Grundbuch-Fachanwendung „FOLIA/EGB“ gemeinsam mit der Telekom-Tochter T-Systems weiterentwickeln und nutzerfreundlicher machen.

Mit dem elektronischen Grundbuch (EGB) können die Mitarbeiter der angeschlossenen Grundbuchämter die Vorgänge digital bearbeiten. Benötigen andere Behörden, Notare, Gerichte oder berechtigte Dritte wie Kreditinstitute oder Bausparkassen Grundbuchdaten, rufen sie diese einfach und sicher ab. Dies verkürzt die Bearbeitungszeit. „Wir möchten das elektronische Grundbuch weiterentwickeln und noch nutzerfreundlicher als bisher machen“, sagt Elmar Steinbacher, Ministerialdirektor im Ministerium der Justiz und für Europa Baden-Württemberg.

Im Rahmen der geplanten Weiterentwicklung des gemeinsamen Entwicklungsverbundes der Bundesländer Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein soll unter anderem die eingesetzte Bearbeitungssoftware sowie das Auskunftssystem im Internet ergonomischer werden. Die von den Notaren elektronisch mitgeteilten Antragsdaten sollen künftig automatisiert in die Sachbearbeitung übernommen werden. Auch das erleichtert für die Mitarbeiter die Vorgangsbearbeitung. Bisher musste die Briefpost gescannt und manuell in das System übertragen werden. Die Notare sollen davon profitieren, dass die Daten der Grundbucheintragungen in strukturierter Form an sie übermittelt werden.

Ausweitung der Kooperation auf Justiz

Künftig soll T-Systems auch die Justizverwaltungen von Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein unterstützen. „Nachdem wir als Entwicklungspartner die Einführung des elektronischen Grundbuches in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein von Beginn an begleitet haben, freut es uns, dass wir das Projekt praxisgerecht weiterentwickeln können. Mit der nächsten Ausbaustufe in der Anbindung des elektronischen Rechtsverkehrs unterstützen wir in den Grundbuchämtern durchgängig digitale Prozesse. Dies ist ein weiterer Schritt im Sinne eines ganzheitlichen eJustice-Ansatzes, durch den Justizbehörden mittels elektronischer Prozesse sicher, effizient, schnell und medienbruchfrei miteinander kommunizieren und Daten austauschen“, so Jürgen Schulz, Leiter Public Sector T-Systems.

Fortschritt aus der Historie

T-Systems unterstützt Baden-Württemberg und Schleswig Holstein bereits seit 15 Jahren bei der Einführung des elektronischen Grundbuches. Mit der Grundbuchamtsreform werden in Baden-Württemberg mehr als 600 Grundbuchämter und Notariate in 13 zentrale Grundbuchämter bei den Amtsgerichten zusammengeführt. Dabei werden auch erstmals die Daten vieler kleiner Grundbuchämter erfasst und in das elektronische Grundbuch überführt. 96 Prozent aller Grundbücher liegen in Baden-Württemberg bereits elektronisch vor. In Schleswig-Holstein ist die Digitalisierung abgeschlossen.

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