eGovernment trifft eBusiness:

Elektronischer Personalausweis und De-Mail als Infrastrukturprojekte des Bundes

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Der elektronische Personalausweis: Identität im Scheckkartenformat

Am Anfang des Projekts stand das Ziel, die Funktionen des heutigen Personalausweises aus der „Papierwelt“ in die virtuelle Welt zu übertragen. Schon heute wird der Personalausweis im Alltag bei der Authentisierung gegenüber privaten Stellen mindestens so oft eingesetzt wie im behördlichen Umfeld. Man denke nur an die Eröffnung von Bankkonten, den Abschluss von Versicherungs- und Kaufverträgen oder den Erwerb altersbeschränkter Waren. All dies findet inzwischen auch online statt, allerdings sind die Identifizierungsverfahren dafür so vielfältig wie die Service-Anbieter selbst. Der elektronische Personalausweis soll dem Wirrwarr aus PINs und Passwörtern durch eine Möglichkeit der „Standard-Authentisierung“ ein Ende machen. Für den Bürger sollen Anmelde- und Log-in-Prozesse transparent werden und er soll Gewissheit darüber haben, wem er welche Identitätsdaten im Netz übermittelt. Beide Partner einer Kommunikation oder Transaktion sollen Gewissheit über die Identität ihres Gegenübers haben.

Deshalb müssen alle Dienstleistungsanbieter aus dem eGovernment und eBusiness, die den elektronischen Personalausweis in ihre Verfahren einbinden wollen, vorab Berechtigungszertifikate bei einer staatlichen Stelle beantragen. Erst wenn ein solches Berechtigungszertifikat erteilt wurde, wird der Diensteanbieter technisch in die Lage versetzt, Ausweisdaten abzufragen. Auch dann liegt es immer noch in der Hand des Ausweisinhabers, ob und welche Daten er elektronisch übermittelt. Für ihn wird – zum Beispiel am heimischen PC – sichtbar: Anbieter X fragt Sie zum Zweck Y nach Namen, Adresse und Alter. Erst mit der Ausweis-PIN gibt der Inhaber diese Daten dann tatsächlich zur Übermittlung frei. Die Nutzung des elektronischen Identitätsnachweises ist in jeder Hinsicht freiwillig. Die Bürgerinnen und Bürger können schon bei Abholung ihres neuen Ausweises – oder zu jedem späteren Zeitpunkt – beim Bürgeramt entscheiden, ob der elektronische Identitätsnachweis aktiviert werden soll. Daneben kann die elektronische Signatur je nach persönlichem Bedarf bei privaten Signaturanbietern am Markt auf den Ausweis nachgeladen werden.

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