20. und 21. Juni 2022 Elektronische Rechnung auf der Zielgeraden

Von Susanne Ehneß

Auch in diesem Jahr werden sich die Vorträge und Diskussionsrunden auf dem E-Rechnungs-Gipfel rund um das Thema E-Rechnung drehen. Eine zentrale Rolle wird dabei das elektronische Meldesystem für Rechnungen spielen.

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Beim E-Rechnungsgipfel in Berlin dreht sich alles um das Thema elektronische Rechnung
Beim E-Rechnungsgipfel in Berlin dreht sich alles um das Thema elektronische Rechnung
(© momius - stock.adobe.com)

Die E-Rechnung ist, nicht zuletzt durch ihre Benennung im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung, zum Objekt zahlreicher Debatten geworden. Im Fokus steht die Ausgestaltung und Einführung eines elektronischen Meldesystems für Rechnungen in Deutschland.

Diese Vorgabe durch den Bund ­habe „die Weichen klar Richtung E-Rechnung gestellt“, bekräftigt Stefan Groß, Vorstand im Verband elektronische Rechnung (VeR) und Moderator einer Podiumsdiskussion zu diesem Thema auf dem diesjährigen E-Rechnungs-Gipfel. Als Aufgabe erkennt Groß die „Etablierung eines bundesweit einheitlichen E-Rechnungssystems, welches sowohl den Anforderungen der Finanzverwaltung als auch den Anliegen der Wirtschaft gerecht wird“. Dieses Kernanliegen spiegelt sich auch im Kongressprogramm des E-Rechnungsgipfels wider.

Programm am 20. Juni

Die Veranstaltung findet am 20. und 21. Juni 2022 in Berlin statt und informiert rund um das Thema elektronische Rechnung. Nach der Eröffnung am ersten Kongress­tag hält der Bundes-CIO Dr. Markus Richter am Vormittag seine Keynote zum Thema „Staatliche Leistungen für Menschen und ­Unternehmen digitalisieren und unseren Staat modernisieren“. Hierbei wird es unter anderem um die digitalpolitischen Schwerpunkte des Bundesinnenministeriums und den GovTech-Campus gehen.

Im Anschluss an Richters Key­note können sich die Kongressteilnehmer in mehreren Kurzvorträgen informieren – beispielsweise zu den Themen

  • Cloud-Strategie in der Öffentlichen Verwaltung,
  • Digitalisierung und Nachhaltigkeit der Beschaffung,
  • Entwicklungen rund um Peppol,
  • Studie „VAT in the Digital Age“ der Europäischen Kommission und
  • Nutzen gemeinsamer Daten bei Beschaffung, Rechnung und Meldesystem.

Bei zwei weiteren Podiumsdiskussionen geht es am ersten Tag um die Frage „Wie nutzen wir den Schwung für die weitere Digitalisierung öffentlicher Einkaufs- und Beschaffungsprozesse?“ und um die „Herausforderungen und Chancen beim Anbinden an E-Rechnungs-Portale“.

Nach dem ersten Kongresstag lädt der Veranstalter zum gemeinsamen Abendessen im Rahmen einer Spree-Bootsrundfahrt.

Programm am 21. Juni

Auch der zweite Kongresstag hält spannende Themen bereit. Stefan Groß moderiert ab 9.15 Uhr die Podiumsdiskussion „Einführung eines elektronischen Meldesystems für Rechnungen in Deutschland“, bei der unter anderem Georg Geberth, Vorstandsvorsitzender des Instituts für Digitalisierung im Steuerrecht, und Till Mansmann, Mitglied des Deutschen Bundestages für die FDP und Mitglied des Finanzausschusses, sprechen werden. Danach folgen Vorträge zu Themen wie

  • Europäische Modelle für elek­tronische Meldesysteme für Rechnungen,
  • News aus dem Projekt „NextGen“,
  • Blockchain als Enabler für ein fortschrittliches Meldesystem für den Rechnungsverkehr in Eu­ropa,
  • Erfahrungsbericht REWE: Rechnungsstellung an die Öffentliche Verwaltung mit XRechnung,
  • Erfahrungen aus sieben Jahren produktiver digitaler Rechnungsstellung in Hamburg,
  • XKatalog: Eine digitale Brücke zwischen elektronischer Bedarfsmeldung, Vergabe, Bestellung und Rechnung und
  • Datenschutz-konformer Austausch rechnungsrelevanter ­Daten.

Um 16 Uhr bildet eine Podiums­diskussion mit der Fragestellung „Welches Modell für den Austausch von Rechnungsdaten mit den Steuer­behörden wäre in Deutschland sinnvoll?“ den Abschluss des Kongresses. Ivo Moszynski, Leiter Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD), wird diese Debatte moderieren.

Moszynski sieht im Status quo der elektronischen Rechnungsstellung in deutschen Behörden noch Harmonisierungsbedarf zwischen ­Bundes-, Landes und Kommunalverwaltungen, äußert aber auch seine Zuversicht hinsichtlich der elektronischen Rechnung – durch ihre Benennung im Koalitionsvertrag. „Die Einführung eines solchen (bundesweiten) Meldesystems ist auch eine große Chance für die B2B-E-Rechnung“, betont Moszynski. Sie könne so zur Unterstützung der Digitalisierungsbestrebungen deutscher Unternehmen werden. Trotzdem stehe der deutsche Verwaltungsapparat noch vor zahlreichen Aufgaben hinsichtlich E-Rechnung und Beschaffung. „Die E-Rechnung ist ja nur ein Baustein in der gesamten Prozess­kette des Beschaffungsprozesses der ­Öffentlichen Verwaltung“, erklärt Moszynski. „Um die Öffentliche Verwaltung als Auftraggeber weiterhin attraktiv zu halten, sollten auch die Beschaffungsprozesse weiter vereinheitlicht und digitalisiert werden.“

Der Veranstalter Vereon AG freut sich auf Entscheider und Spezialisten aus den Fachbereichen Finanzen, Rechnungswesen, Buchhaltung, Steuern, Controlling, Organisation. Beschaffung, IT von Unternehmen aller Größenklassen sowie aus der Öffentlichen Verwaltung aller föderaler Ebenen.

Überblick

E-Rechnungs-Gipfel
20. und 21. Juni 2022

Pullmann Berlin
Schweizerhof
Budapester Straße 25
10787 Berlin

Veranstaltungszeiten:
8.30 bis 18 Uhr mit anschließender Abendveranstaltung (Tag 1) bzw.
8.00 bis 17.30 Uhr (Tag 2)

Veranstalter:
Vereon AG

Eintrittspreise:
Regulär: ab 1.995 Euro
Anwender: ab 495 Euro

www.e-rechnungsgipfel.de

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