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Monitoring eHealth 2007 Elektronische Gesundheitskarte unbekannt?

Redakteur: Gerald Viola

Der Wegweiser-Verlag hat nun zum zweiten Mal in Kooperation mit BDI, BITKOM, ZVEI, dem Hartmannbund, dem Verband der Krankenhausdirektoren und dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation seine Studie „Monitoring eHealth Deutschland 2007 durchgeführt. Vor dem Hintergrund der Gesundheitsreform und der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte wurden besonders Potenziale zur Prozessoptimierung sowie Stand, Akzeptanz und künftige Entwicklungen des Einsatzes von IT, Telematik und eHealth-Anwendungen im deutschen Gesundheitssektor untersucht.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Im Monitoring eHealth Deutschland wurden über 8.000 Entscheidungsträger in Krankenhäusern, Krankenkassen sowie angestellte und niedergelassene Ärzte sowie 277 Experten aus dem Bereich der Gesundheitswirtschaft befragt.

Die Untersuchung kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass die elektronische Gesundheitskarte (eGK) und der elektronische Arztausweis vielen Befragten noch immer unbekannt ist. Rund 25 Prozent der niedergelassenen Ärzte und 33 Prozent der Klinikärzte kennen nach eigenem Bekunden die eGK nicht. Und bezüglich der Einführung der Gesundheitskarte fordern vor allem die Kliniken eindeutigere Rahmenbedingungen. RFID (Radiofrequenz-Identifikation) spielt derzeit noch keine erwähnenswerte Rolle in Krankenhäusern. Die Technologie werde allerdings an Bedeutung gewinnen – rund 20 Prozent wollen in Zukunft RFID für ihre Zwecke nutzen.

eHealth-Budget wird steigen

Im Gegenzug setzen bereits 66 Prozent der befragten Krankenhäuser Medizinische Informationssysteme flächendeckend ein. Die Autoren der Studie schließen daraus, dass sich der Anteil der Krankenhäuser, die klinische Behandlungspfade, diagnostische Pfade und elektronische Patientenakten einsetzen, sich in Zukunft mehr als verdoppeln wird. Daher werde das in Krankenhäusern für eHealth und IT verfügbaren Budgets in den kommenden Jahren in der Regel steigen. Das Investitionsklima verbessere sich spürbar für Produkte und Leistungen im Kontext von eHealth.

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