Bitkom-Umfrage

Elektronische Gesundheitskarte soll mehr Funktionen haben

| Autor: Ira Zahorsky

Zumindest den Vermerk der Blutgruppe auf der Gesundheitskarte wünschen sich viele Befragte.
Zumindest den Vermerk der Blutgruppe auf der Gesundheitskarte wünschen sich viele Befragte. (Bild: Lumu/wikipedia)

Eine Umfrage des Bitkom hat ergeben, dass sich rund 90 Prozent der Bundesbürger zusätzliche Funktionen für die elektronische Gesundheitskarte wünschen. Beispielsweise sollen die Blutgruppe oder Daten zu eingenommenen Medikamenten gespeichert werden.

Die elektronische Gesundheitskarte ist seit dem 1. Januar 2015 für gesetzlich Krankenversicherte Pflicht, enthält aber bisher nur grundsätzliche Angaben zum Patienten wie Name, Alter und Anschrift, die auch auf der Vorgängerkarte vermerkt waren. Notfalldaten, elektronische Rezepte, eine eventuelle Organspende-Erklärung oder die elektronische Patientenakte sollen erst später hinzukommen.

Daten könnten Leben retten

Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich zusätzliche Funktionen für die elektronische Gesundheitskarte. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. 92 Prozent wollen, dass die Blutgruppe auf der Karte dokumentiert ist. 88 Prozent wünschen sich, dass Informationen zu Allergien oder Medikamentenunverträglichkeiten darauf festgehalten werden. „Rund 20.000 Menschen verlieren jedes Jahr ihr Leben, weil vorhandene Hinweise auf Medikamentenunverträglichkeit dem behandelnden Arzt nicht zur Verfügung gestellt werden“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

84 Prozent möchten, dass die Karte Angaben zu regelmäßig eingenommenen Medikamenten enthält. 76 Prozent sind der Meinung, dass Informationen über eventuelle Implantate oder Prothesen auf der Karte enthalten sein sollte. Diese können beispielsweise für MRT-Untersuchungen wichtig sein. 67 Prozent plädieren für Hinweise zu chronischen Erkrankungen. Nur 5 Prozent sagen, es sollten gar keine Daten zum Gesundheitszustand des Patienten auf der Karte gespeichert werden.

Zur Studie

Hinweis zur Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 1.249 Personen ab 14 Jahren befragt. Die Fragestellung lautete: „Auf der elektronischen Gesundheitskarte können Daten gespeichert werden, damit Patienten im Notfall schnell behandelt werden können. Welche Daten sollte die Gesundheitskarte Ihrer Meinung nach enthalten?“

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Da fragen wir uns doch... ... ist es wie damals am Klondyke River - nennenswerten Gewinn...  lesen
posted am 14.09.2015 um 09:21 von Unregistriert

2006 (vor knapp 10 Jahren) sollte jeder Deutsche die neue Gesundheitskarte haben. Neu ist bisher...  lesen
posted am 10.09.2015 um 17:22 von Unregistriert


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