Verguss von elektronischen Bauteilen

Elektronik in der Medizintechnik

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Vergusstechnik in der Medizin – ein interessantes Thema
Vergusstechnik in der Medizin – ein interessantes Thema (Bild: Scheugenpflug AG)

Die Elektronik in der Medizintechnik untersteht extremen Anforderungen in Bezug auf Qualität und Funktionssicherheit. Ausfälle bei medizintechnischer Elektronik wie Herzschrittmachern, Werkzeugen für Chirurgie oder Beatmungsmasken sind ein absolutes „No-Go“. Der Trend geht klar zum Verguss von elektronischen Bauteilen, um diese zu schützen.

Vergussmedien wie Silikone, Polyurethane oder Kleber werden in ein Bauteil gefüllt oder auf eine Fläche appliziert. Beispiele dafür sind Wickelgüter, Steuerungen, Kühlkörper aber auch Sensoren oder LEDs. In ausgehärtetem Zustand schützen diese Kunststoffe die elektronischen Komponenten vor Feuchtigkeit, Schmutz oder Krafteinwirkung. Je nach Eigenschaften und Rezepturen können diese Vergussmedien sogar die elektrischen Eigenschaften verbessern oder Leistungswärme abführen.

Die richtige Menge zur richtigen Zeit ...

Das gemeinsame Ziel aller Vergussmethoden ist es, die richtige Menge in der richtigen Zeit auf den richtigen Ort zu applizieren. Hierbei muss auch beachtet werden, dass die Vergussqualität nicht nur an der Vergussanlage liegt. Einflussfaktoren wie Oberflächenspannung oder Verschmutzung der Bauteile, Lagerung oder Rezeptur des Vergussmediums sowie die geometrische Formgebung des Bauteils spielen eine wichtige Rolle.

Ist ein Fertigungsprozess geplant, müssen alle Faktoren berücksichtig werden, um eine wiederholgenaue und ausschussfreie Produktion zu gewährleisten. Hilfreich ist auch, den Vergussprozess nicht isoliert zu betrachten, sondern als Fertigungsverbund mit den vor- und nachgelagerten Produktionsschritten. Dazu gehört die Bauteilreinigung genau so wie die Montage oder das Aushärten. Nur als Ganzes erhält man eine optimale Qualitätskette und einen technologischen Vorteil für das zu produzierende Produkt. Die Scheugenpflug AG bietet eine präzise Dosier- und Vergusstechnologie als Basis für eine hochwertige Produktion von Medizintechnik.

Kernkompetenz liegt auf konstanten Verbesserungen

Seit nun 24 Jahren gehört die Scheugenpflug AG zu den Herstellern im Bereich der Dosiertechnik. Die Kernkompetenz liegt dabei auf der konstanten Verbesserung von Materialaufbereitungsanlagen, Förderanlagen, Vergussanlagen oder auch Vakuumanlagen.

Eine High-End Automatisierung ermöglicht perfekt abgestimmte Prozessabläufe und wiederholgenaue Produktionsergebnisse vom Handarbeitsplatz bis zur vollautomatisierten Fertigungslinie.

Dem Unternehmen gehören 300 Mitarbeiter an, wobei sich mehr als ein Viertel davon überwiegend mit Neuentwicklungen und Innovationen beschäftigen. Die Scheugenpflug AG hat ihren Stammsitz in Neustadt an der Donau und unterhält eigene Niederlassungen in Suzhou (China) und Kennesaw (USA).

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