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Kommentar zum E-Rechnungs-Gesetz „eInvoicing wird in der Öffentlichen Verwaltung verpflichtend“

Autor / Redakteur: Marcus Laube / Susanne Ehneß

Das BMI hat das E-Rechnungs-Gesetz verabschiedet. Marcus Laube, Gründer und Geschäftsführer von eInvoicing-Anbieter crossinx, kommentiert.

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Der Autor: Marcus Laube
Der Autor: Marcus Laube
(Bild: crossinx)

Mit der Umsetzung des Gesetzes wird der Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und mit der Öffentlichen Verwaltung revolutioniert. Es ist davon auszugehen, dass in wenigen Jahren nur noch elektronische Rechnungen ausgetauscht werden und sich auf dieser Basis ganz neue Geschäftsmodelle, wie zum Beispiel Finanzierungslösungen, entwickeln.

Die Briefpost, wie sie heute besteht, wird es vermutlich in einigen Jahren nicht mehr geben. Dagegen kann die deutsche Wirtschaft inklusive der Öffentlichen Verwaltung mit der eRechnung ein Einsparpotenzial von mindestens 112 Milliarden Euro pro Jahr generieren.

Massive Umstellung

Fast alle Unternehmen der Privatwirtschaft sind Lieferant der öffentlichen Auftraggeber und somit künftig verpflichtet, ebenfalls elektronische Rechnungen auszustellen. Als elektronische Rechnung gilt ein strukturierter Datensatz und nicht bloß eine eMail mit Bilddatei, wie etwa ein PDF-Anhang. Das bedeutet eine massive Umstellung zur aktuell gängigen Praxis und einen entsprechenden Anpassungsaufwand bei Unternehmen.

Gerade beim Format liegt die Krux: Bis 2018 will die EU ein einheitliches Format für den elektronischen Rechnungsempfang entwickeln. Dieses Format kann allerdings in bis zu vier Ausführungen verpflichtend sein. Parallel laufen in Deutschland Entwicklungen zur Etablierung des ZugFeRD- und xRechnung-Standards.

Verpflichtend machen

Wir begrüßen den neuen Gesetzesentwurf des BMI. Die Bundesregierung muss nun jedoch weitere Taten folgen lassen und möglichst zeitnah eine zugehörige Rechtsverordnung erstellen, die die Verpflichtung zur elektronischen Rechnung festlegt. Nur dann kann die strukturierte, flächendeckende Einführung von eInvoicing in Deutschland gelingen und es können die gleichen Effekte eintreten wie in anderen europäischen Ländern, darunter Österreich, Spanien oder Italien, die bereits von den Vorteilen der eRechnung profitieren.

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