150 Kommunen kommen 2012 noch zur D115

Einheitliche Behördennummer 115 für 23 Millionen Bürger

| Redakteur: Gerald Viola

(Foto: BMI)
(Foto: BMI)

23 Millionen Bundesbürger können Ende 2012 die einheitliche Behördenrufnummer 115 als direkten Draht in die Verwaltung nutzen. Chemnitz hat als erste Stadt in diesem Jahr den Bürgerservice freigeschaltet. Weitere werden folgen und es soll preiswerter für den Bürger werden.

Denn im Laufe des Jahres soll die D115 zum Ortstarif erreichbar sein. Das BMI: „Die 115 kann dann auch in Flatrates integriert werden.“

Rund drei Jahre nach dem Stadt de Pilotbetriebs wird sich die Zahl der Teilnehmer verzehnfacht haben. Neben den großen Städten wie München, Leipzig und Stuttgart stehen auch zahlreiche Landkreise, kreisangehörige Städte und Gemeinden unter anderem im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen in den Startlöchern für einen Anschluss an den Kundenservice der Öffentlichen Verwaltung.

Dass die Behördennummer 115 umfassende Modernisierungsprozesse anstößt, belegt die aktuelle Veröffentlichung „Die einheitliche Behördenrufnummer 115 als Katalysator für die Transformation der öffentlichen Verwaltung“ von ISPRAT (Interdisziplinäre Studien zu Politik, Recht, Administration und Technologie e.V.).

Zukunftsweisendes Modell für die Verwaltung

Die 115 wird darin als zukunftsweisendes Modell für die Arbeitsorganisation in der Verwaltung beschrieben, das die Strukturen optimiere und auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht effizient sei. Hervorgehoben wird der wegweisende Erfolg der Zusammenarbeit von Kommunen, Landes- und Bundesbehörden.

Als weitere Erfolgsfaktoren werden das explizite Serviceversprechen mit definierten Leistungskennzahlen sowie die bewusste Entwicklung und Etablierung einer Marke genannt. Neben der zunehmenden Verbreitung gelte es, die 115 auch strategisch weiter auszubauen. Der Leistungsumfang einerseits aber auch die Multikanalfähigkeit bieten Entwicklungschancen, um den Kundenservice der öffentlichen Verwaltung auch in Zukunft weiter zu verbessen.

Die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe sieht da so: „Ein herausragender Service in Ämtern und Behörden zeichnet sich dadurch aus, dass er Bürgerinnen und Bürger als Kunden begreift, die Anspruch auf einen leichten Zugang zur Verwaltung und auf eine hohe Qualität der Informationen und Leistungen der Behörden haben.“

Zugleich müsse dieser Service aber auch nach innen wirken, also Arbeitsprozesse vereinfachen, Bürokratie abbauen und die Verwaltung modernisieren.

„Mit der 115 erreichen wir beides: Den gut informierten und zufriedenen Kunden der öffentlichen Behörden und eine effiziente Verwaltung.“

Die 115 ist in den teilnehmenden Regionen montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

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