Smart Country Convention 2019

Eine Messe auf Wachstumskurs

| Autor: Manfred Klein

Schon die Auftaktveranstaltung war gut besucht
Schon die Auftaktveranstaltung war gut besucht (© Messe Berlin GmbH)

Die Smart Country Convention hat im vergangenen Jahr nicht nur einen erfolgreichen Start hingelegt, sie soll in diesem Jahr sogar noch wachsen. eGovernment Computing sprach mit dem Bitkom-Präsidenten Achim Berg darüber, wie es weitergehen soll.

Herr Berg, die Smart Country Convention hat im vergangenen Jahr einen erfolgreichen Start hingelegt. Was wollen Sie in diesem Jahr noch besser machen?

Bitkom-Präsident Achim Berg sorgt sich um die Umsetzungs­geschwindigkeit Deutschlands bei der Digitalisierung
Bitkom-Präsident Achim Berg sorgt sich um die Umsetzungs­geschwindigkeit Deutschlands bei der Digitalisierung (© Till Budde – Bitkom)

Berg: Die Smart Country Convention konnte sich gleich im ersten Jahr als führende Plattform zur Digitalisierung von Verwaltungen und öffentlichen Dienstleistungen etablieren. 2019 wollen wir weiter wachsen. Wir wollen nicht nur von Bund und Ländern, sondern auch aus den relevanten Städten und Gemeinden, von Behörden und öffentlichen Unternehmen die Digitalbeauftragten und IT-Leiter nach Berlin bringen.

Wir haben unsere Themen geschärft und werden uns im Bereich eGovernment noch mehr auf digitale Technologien wie Blockchain und Künstliche Intelligenz, eVergabe, IT-Sicherheit und Bürgerdienste konzentrieren.

Das Interesse an der Smart Country Convention ist so groß, dass wir die Fläche verdoppeln, die Ausstellung vergrößern und die Bühnenprogramme ausbauen werden. Die Veranstaltung ist ein Muss für alle, die sich mit der Digitalisierung des öffentlichen Sektors befassen.

Eines der zentralen Themen wird voraussichtlich auch in diesem Jahr die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, kurz OZG, sein. Noch ist das Wissen um die Herausforderungen, die sich für Kommunen dadurch ergeben, gering. Welche Angebote bietet die Smart Country Convention Landkreisen und Städten, um sie in Sachen OZG auf den aktuellen Stand zu bringen?

Berg: Kommunen sollen zu einem großen Teil an der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes beteiligt werden. Auf der Smart Country Convention werden wir das Thema auf der Bühne und in den Workshops aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten.

So wird uns etwa der IT-Planungsrat neue Einblicke in den Fortschritt der OZG-Umsetzung geben. Wir fördern aber auch den Erfahrungsaustausch der Kommunen untereinander – welche Initiativen werden heute schon angegangen? Was funktioniert gut, wo kann man noch von anderen lernen?

Bei der Digitalisierung der Verwaltung geht es jedoch nicht nur um eGovernment. Die digitale Transformation wird sämtliche Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge betreffen. Welche Angebote unterbreitet die Smart Country Convention hier den Entscheidern in den Kommunen und was zeichnet diese Angebote aus?

Berg: Wir verstärken den Fokus auf Smart City & Smart Region. Die meistbesuchten Veranstaltungen waren unsere Foren zur Digitalisierung von Städten und ländlichen Regionen – hier wollen wir nachlegen und noch mehr wertvolles Know-how liefern. In Deutschland wird derzeit das digitale Rad zigtausend Mal neu erfunden. So verlieren wir Zeit und verschwenden Geld. Wir brauchen mehr Austausch, müssen von den Besten lernen, auch international.

Dazu beleuchten wir die unterschiedlichen Aspekte bei der Entwicklung von digitalen Städten, Gemeinden und Landkreisen, zeigen innovative Projekte, liefern Erfahrungsberichte von Vorreitern und ermöglichen den Austausch zwischen Vertretern von Bund, Ländern, Kommunen, Unternehmen und Planern. Die Formate entwickeln wir gemeinsam mit unseren Partnern: Deutscher Städte- und Gemeindebund, Städtetag, Landkreistag und VKU sind wieder mit im Boot.

In diesem Jahr integrieren wir außerdem drei Bitkom-Digitalkonferenzen: zu Mobility, Energy und Digital Office. Unsere Ausstellung ergänzt die Bühnenvorträge um anschauliche Beispiele – Digitalisierung zum Anfassen.

Herr Berg, welche Herausforderungen sehen Sie, als Präsident des Digitalverbands Bitkom auf die Bundesrepublik im Zuge der Digitalisierung zukommen? Welche Rolle wollen Bitkom und Smart Country Convention bei der Gestaltung dieses einschneidenden Strukturwandels spielen?

Berg: Deutschland hat noch einen recht langen Weg vor sich. Mit der Smart Country Convention wollen wir den Weg verkürzen und einen Gang zulegen. Unser Ziel muss sein, nicht nur in der Wirtschaft ein führender Digitalstandort zu werden, sondern ebenso in der Verwaltung und öffentlichen Daseinsvorsorge. Die notwendigen Technologien und Lösungen haben wir schon, jetzt heißt es für Bund, Länder und Kommunen: mutig sein und machen. Die Smart Country Convention ist unser Beitrag, um mehr Geschwindigkeit bei der Digitalisierung des Public Sector zu erzeugen.

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