EU-Dienstleistungsrichtlinie

Eine Anwendung für alles

07.12.2009 | Redakteur: Manfred Klein

Die Grafik zeigt die Anwendungsintegration für die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie in Sachsen-Anhalt. Analog funktioniert die Umsetzung in anderen Bundesländern Quelle: Sachsen-Anhalt © eGovernment Computing
Die Grafik zeigt die Anwendungsintegration für die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie in Sachsen-Anhalt. Analog funktioniert die Umsetzung in anderen Bundesländern Quelle: Sachsen-Anhalt © eGovernment Computing

Niedersachsen will eine zukunftssichere Lösung

So installiert Niedersachsen insgesamt 57 EAP – je einen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten sowie einen direkt im Wirtschaftsministerium. Sie sollen über ein zentrales Internetportal vernetzt werden und so den antragsstellenden Unternehmen Information und die nötigen Formulare bedarfsgerecht zur Verfügung stellen. Für die Kommunikation nutzt das Land das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP), das eine rechtssichere elektronische Kommunikation auf Basis des OSCI-Standards ermöglicht. Das EGVP ist direkt in die Arbeitsumgebung der EAP eingebunden, sodass diese die eingehenden Anträge nahtlos weiterverarbeiten können.

Marianne Rohde – Projektleiterin für die Einführung der EU-Dienstleistungsrichtlinie beschreibt das System so: „Für Dienstleister aus dem In- und Ausland wird über das Projekt zur IT-Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie vom Land ein zentrales Internetportal zur Verfügung gestellt. Hier finden die Antragssteller Informationen zur Aufnahme und Ausübung von Dienstleistungstätigkeiten und können die dazu gehörenden Verwaltungsverfahren elektronisch über das Internet abwickeln. Mithilfe eines elektronischen Antragsassistenten klären sie zunächst ihr Vorhaben im Portal. Als Ergebnis erhalten sie bedarfsgerecht elektronische Formulare für ihr Vorhaben zusammengestellt, die sie lediglich ausfüllen müssen. Die Formulare werden, gegebenenfalls zusammen mit weiteren Dokumenten, an das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) eines ausgewählten Einheitlichen Ansprechpartner oder direkt aus dem Portal heraus an das EGVP einer zuständigen Behörde geschickt.“

Die technische Umsetzung beschreibt Rohde so: „Die EU-DLR-Lösung von Kosynus/Axcentro, sowie die Office-Versionen 2003, 2007 und 2010 von Microsoft verfügen in Kombination mit dem Governikus Add-In für Microsoft Office der Bremen Online Services GmbH (BOS) über die Möglichkeit, Gewerbeantragsdaten und die dazu gehörigen Dokumente, rechtssicher zu empfangen und zu versenden. Damit ist die Kommunikation zwischen den Verfahrensbeteiligten – zum Beispiel den Einheitlichen Ansprechpartnern und zuständigen Behörden – im Rahmen des geforderten Umfangs der EU-Dienstleistungs-Richtlinie sichergestellt.“

Eine Entwicklungskooperation mit Axcentro soll darüber hinaus auf Basis der Microsoft-Produkte eine zukunftssichere Grundlage für die Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie gewährleisten. Die daraus entstehende Lösung soll rechtliche Notwendigkeiten und eine zukunftsorientierte elektronische Umsetzung weiterer Anforderung aus dem Prozess- und Workflow-Bereich verbinden.

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