Ultraschallbildgebung

Einblick in den menschlichen Körper – in 3D

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Ultraschallbildgebung für ein breites Spektrum an klinischen Anwendungen bei gleichzeitig gutem Preis-Leistungsverhältnis. Im Bild: das „ Acuson X600“
Ultraschallbildgebung für ein breites Spektrum an klinischen Anwendungen bei gleichzeitig gutem Preis-Leistungsverhältnis. Im Bild: das „ Acuson X600“ (Siemens AG)

Auf der Medica 2014 hat Siemens seine neuesten Geräte für die Ultraschall-Bildgebung präsentiert. Im Fokus stand dabei das neue Premiumsystem zur kardiovaskulären Bildgebung mit Ultraschall, „Acuson SC2000 Prime Edition“, mit dem nun echte transösophageale 3D-Volumenechokardiographie (TEE) möglich ist.

Für ein breites Spektrum an klinischen Anwendungen bei gleichzeitig gutem Preis-Leistungsverhältnis, zeigte Siemens unter anderem auch das neue Acuson „X600- Ultraschallsystem, geeignet für Geburtshilfe und Gynäkologie, zudem wurde eine neue Version des Acuson X700 Systems vorgestellt, das neue Technologien für noch mehr klinische Anwendungen bietet.

Bessere Darstellung des Blutflusses während Herzklappeneingriffen

Die aktuelle Version des Premium Ultraschallsystem „Acuson SC2000“ für die kardiovaskuläre Bildgebung liefert mit Hilfe eines neuen TEE-Schallkopfs für echte Volumenbildgebung erstmals in Echtzeit Vollvolumen-Farbdoppleraufnahmen der Herzklappenanatomie und des Blutflusses. Durch diese Technik erhalten Ärzte bei Herzklappeneingriffen in einem einzigen Bild eine anatomisch authentischere Darstellung des Herzens und des Blutflusses – auch bei Patienten mit EKG-Anomalitäten.

Gegenwärtige Verfahren der Bildgebung mit 3D-TEE erfordern „Stitching“– das Zusammenfügen mehrerer Herzschläge im Computer, um ein vollständiges Bild der Herzfunktion und -durchblutung zu erreichen. Diese getriggerte Akquisition schließt nahezu alle Patienten mit EKG-Anomalitäten aus und führt oft zu Bildartefakten, die die Ergebnisse verzerren können. Der neue TEE-Schallkopf „Z6Ms“ für das Acuson SC2000 Prime bietet dagegen als erste Sonde von Siemens tatsächliche Volumen-3D-TEE mit 90 mal 90 Grad-Echtzeiterfassung und Volumen-Farbdoppler, sodass 3D-Bilder des Herzens für jeden Herzschlag ohne Stitching möglich sind.

Mit dem TEE-Schallkopf Z6Ms für echte Volumenbildgebung muss das Bild also nicht mehr aus mehreren Herzschlägen zusammengefügt werden, während zusätzlich die Möglichkeiten der Farbdopplerbildgebung gegeben sind. Der Chirurg kann den Blutfluss so während des Eingriffs abbilden und beurteilen, um sicherzustellen, dass die reparierte Klappe, beziehungsweise der Klappenersatz, richtig arbeiten. Das kann die Notwendigkeit weiterer Eingriffe zur Korrektur eventuell noch vorhandener Regurgitation verringern.

Upgrade – kein Problem

Die neue Technologie für echte Volumenbildgebung ist auch als Upgrade für frühere Versionen des Ultraschallsystems Acuson SC2000 erhältlich.

Das „Acuson X600“ Ultraschallsystem – das neueste Mitglied der Acuson X-Familie im mittleren Preissegment – verbessert laut Aussage des Herstellers Bildqualität, Zuverlässigkeit und Leistung. Bei dem Gerät handelt es sich um eine wirtschaftliche Ultraschalllösung mit einer strapazierfähigen Architektur, neuen Technologien und neuen Workflowlösungen, die zuvor nur im oberen Preissegment erhältlich waren.

Zu den neuen Bildgebungstechnologien gehören etwa „Real time spatial compounding“ und „Dynamic TCE“ (tissue contrast enhancement) zur Reduktion von Bildartefakten und verbesserter Bildrand-Detektion, was laut Siemens insgesamt zu einer verbesserten Detail- und Kontrastauflösung führt. Drei Volumenschallköpfe bieten bessere 3D/4D-Bildqualität zur Visualisierung komplexer fetaler und mütterlicher Anatomie. Das System beinhaltet außerdem zahlreiche wissensbasierte Anwendungen für einen verbesserten klinischen Workflows: „Syngo AutoOB“ misst beispielsweise automatisiert biometrisch die sechs häufigsten fetalen Strukturen. Das spart bis zu 75 Prozent der sonst dafür nötigen Tastenanschläge bei konsistenter Datenmessung.

Auf diese Weise steigt so die Untersuchungsgeschwindigkeit und gleichzeitig sinken beim Personal Ermüdungserscheinungen und das Risiko, ein RSI-Syndrom (repetitive strain injuries) zu entwickeln.

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