Die elektronischen Lohnsteuerkarte

Ein weiterer Schritt Richtung eGovernment

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Sechs Fragen und Antworten zum neuen Verfahren

Mit der Einführung des elektronischen Verfahrens ergeben sich zwangsläufig viele Fragen. Einige zentrale Fragen, die insbesondere im Vorfeld der Umstellung auftreten können, sollen in diesem Beitrag aufgegriffen und beantwortet werden.

1. Was ist beim zukünftigen Verfahren zu beachten?

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Die Umstellung auf das elektronische Verfahren erfolgt in mehreren Schritten. Im Herbst 2009 wurde für jede Arbeitnehmerin und jeden Arbeitnehmer letztmalig eine Lohnsteuerkarte für das Jahr 2010 ausgestellt. Diese behält für den Übergangszeitraum ab dem Jahr 2011 bis zur erstmaligen Anwendung der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ihre Gültigkeit. Die auf der Lohnsteuerkarte 2010 enthaltenen Eintragungen sind vom Arbeitgeber einmalig auch für den Lohnsteuerabzug im Jahr 2011 zugrunde zu legen. Einträge und Freibeträge, die über das Jahr 2011 hinaus Gültigkeit haben, müssen nach Einführung des elektronischen Verfahrens durch den Arbeitnehmer erneut beim zuständigen Finanzamt beantragt werden.

Im Falle eines Arbeitgeberwechsels im Jahr 2011 muss der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer die Lohnsteuerkarte wieder aushändigen. Der Arbeitgeber darf die Lohnsteuerkarte 2010 daher nicht – wie sonst üblich – nach Ablauf des Jahres 2010 vernichten, sondern muss die Lohnsteuerkarte noch bis zur erstmaligen Anwendung des elektronischen Verfahrens aufbewahren.

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