Die elektronischen Lohnsteuerkarte

Ein weiterer Schritt Richtung eGovernment

Seite: 3/8

Firmen zum Thema

Verschlankung der Verwaltungsprozesse

In einem zweiten Druckverfahren wurden anschließend in den Gemeinden oder deren kommunalen Rechenzentren die personenbezogenen Daten der Arbeitnehmer aufgedruckt (zum Beispiel Name, Adresse, Identifikationsnummer, Steuerklasse). Damit die Gemeinden auch die Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene eintragen konnten, wurden diese Daten von der Finanzverwaltung zur Verfügung gestellt. Über die ausgestellten Lohnsteuerkarten haben die Gemeinden entsprechende Verzeichnisse geführt.

Anschließend erfolgte die Zustellung an die Bürger, welche die Karte an den jeweiligen Arbeitgeber weitergegeben haben. Es handelte sich dabei unbestritten um einen langen und aufwendigen Weg, um einzelne Arbeitnehmerinformationen von der Finanzverwaltung an die Arbeitgeber zu übermitteln. Diese Art der Informationsübertragung wird nun nachhaltig geändert und wird künftig auf elektronischem Wege erfolgen.

Bildergalerie

Der geschilderte organisatorische Aufwand, der mit der Lohnsteuerkarte in Verbindung stand, wird nach Einführung des elektronischen Verfahrens entfallen. Gegenüber der bisherigen Verwendung einer Lohnsteuerkarte hat die neue elektronische Lohnsteuerkarte damit viele Vorteile, auch für die Arbeitgeber. Denn für ihn wird in Zukunft die bisher jährlich erfolgende Erfassung, Verwaltung und Vernichtung der Lohnsteuerkarten sowie die oftmals notwendige Erinnerung zur Abgabe der Lohnsteuerkarte nicht mehr erforderlich sein. Für die Arbeitgeber sind dann die Elektronischen LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) verbindlich, die sie von der Finanzverwaltung über eine Datenbank bereit gestellt bekommen.

Nächste Seite: Ungeklärte Fragen

(ID:2047266)