Die elektronischen Lohnsteuerkarte

Ein weiterer Schritt Richtung eGovernment

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Nachhaltige Entlastung für die Öffentliche Verwaltung

Im Allgemeinen sah dieses jährliche Prozedere (da es von Land zu Land strukturelle und organisatorische Unterschiede gibt, wird an dieser Stelle der Herstellungsprozess exemplarisch für das Bundesland Nordrhein-Westfalen dargestellt) wie folgt aus: Zunächst musste ermittelt werden, wie viele Lohnsteuerkarten benötigt werden. Dazu wiesen die Oberfinanzdirektionen (OFDen) die Gemeinden an, ihren Bedarf an Lohnsteuerkarten zu melden. Die Gemeinden meldeten die Zahlen über die zuständigen Finanzämter an die OFDen. Diese stellten anschließend eine Bedarfsliste zusammen.

Im Jahr 2009 ist in den Ländern insgesamt ein Bedarf von etwa 64 Millionen Lohnsteuerkarten angefallen. Von NRW aus wurde für das gesamte Bundesgebiet über ein formalisiertes Ausschreibungsverfahren die Beschaffung des benötigten Kartons in die Wege geleitet – immerhin 380 Tonnen Pappkarton für das Jahr 2009. Von dem ausgewählten zentralen Hersteller der Lohnsteuerkartenrohlinge konnten die OFDen der Länder ihren gemeldeten Bedarf abrufen. Bestimmte Anforderungen an die Lohnsteuerkarten, wie zum Beispiel Gewicht, Farbe oder ein Wasserzeichen, wurden nach Prüfung der Bundesvordruckkommission durch ein Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen bekannt gegeben.

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Nun mussten die Rohlinge noch bedruckt werden, was in zwei Schritten erfolgte und von jedem Land selbst umgesetzt wurde. Zunächst wurde auf die Rohlinge das amtliche Vordruckmuster aufgedruckt sowie optional einige allgemeine Informationen, etwa die Bezeichnung der Gemeinde, der amtliche Gemeindeschlüssel und die Bezeichnung des Finanzamts. Für diesen ersten Druck beauftragte jedes Land eine nach einem formalisierten Ausschreibungsverfahren ausgewählte Druckerei.

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