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Ein Switch, der zwei Welten zusammenbringt

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Starre Grenzen – ein Relikt aus alter Zeit

Grundbedingung für ein einheitliches Informationsmanagement ist ein übergreifendes Storage Area Network (SAN). „Anstatt jedoch eine separate SAN-Infrastruktur aufzubauen, strebten wir von vornherein nach einer engen Integration zwischen SAN und IP-Netzwerk“, sagt Rudolf Ritz, Projektverantwortlicher aus der IT-Abteilung vom LBB.

Technischer Hintergrund: Bis vor Kurzem war ein SAN typischerweise ein gesondertes Netzwerk, das nur punktuell über spezielle Adapter mit dem Ethernet-basierten IP-Netzwerk in Berührung kam. Man hatte es also mit zwei weitgehend isolierten Infrastrukturen zu tun – das SAN für die Speichersysteme und das LAN als Plattform für Server, PC, Voice-over-IP und dergleichen.

Jede der beiden Infrastrukturen hatte ihre eigenen Geräte, Managementtools und Übertragungsprotokolle – Ethernet im LAN, Fibre Channel im SAN.

FCoE: Die neue Welt kennt keine Grenzen

Überwinden lässt sich die alte Grenze zwischen LAN und SAN hauptsächlich durch das Protokoll Fibre Channel over Ethernet, kurz FCoE. Mit FCoE werden SAN-Daten für die Reise durch das LAN sozusagen in Ethernet eingepackt.

„Cisco Nexus 5000 war seinerzeit der einzige Ethernet-Switch auf dem Markt, der FCoE beherrschte“, berichtet Rudolf Ritz. Die Evaluierung der SAN-tauglichen Cisco-Komponente lag nahe, denn der Landesbetrieb verfügte bereits über eine durchgängige Ende-zu-Ende-Infrastruktur von Cisco. Sie erstreckt sich von den lokalen Standortnetzwerken über deren Weitverkehrsanbindung bis hin zum Unified Communications Man­ager. Cisco Nexus 5000 fügt sich nahtlos in diese Umgebung ein, sodass die Homogenität der Infrastruktur erhalten bleibt.

Und das heißt unter anderem: Bereits erworbenes Technologie-Know-how zahlt sich beim LBB zusätzlich aus. Doch was bedeutet die FCoE-Fähigkeit von Cisco Nexus 5000 im praktischen Einsatz? Zunächst einmal eine Investitionsersparnis.

Denn pro Standort sind nun nicht mehr zwei separate Switches (einer für Fibre Channel und einer für Ethernet) erforderlich, sondern nur noch ein einziger, der beides zusammenbringt. Statt 16 konventioneller Switche­s brauchten nur acht Nexus 5000 angeschafft zu werden.

Backup-, File- und Microsoft-Exchange-Server sind über die FCoE-Adapter direkt an einen Nexus 5000 angeschlossen. Gemessen an konventionellen Switch-Lösungen kommt der LBB mit halb so viel Kabeln und Interface-Karten aus.

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