Interview

Ein Netzwerk für die digitale Bürgergesellschaft

| Redakteur: Manfred Klein

Wie wird die Bürgergesellschaft von morgen aussehen?
Wie wird die Bürgergesellschaft von morgen aussehen? (Foto: © Julien Eichinger - Fotolia)

Die Arbeit an der Digitalen Agenda macht deutlich, dass dabei viele Akteure zu berücksichtigen sind. Die Initiative D21 versucht seit ihrem Bestehen alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen und einen entsprechenden Diskurs auf dem Weg in die Informationsgesellschaft anzuregen. Gleichzeitig klärt die Initiative Bürger über Chancen und Risiken der IT auf.

Lena-Sophie Müller, Geschäftsführerin der Initiative D21
Lena-Sophie Müller, Geschäftsführerin der Initiative D21 (Foto: )

So begleitet die Initiative D21 seit vielen Jahren den durch die Digitalisierung ausgelösten gesellschaftlichen Wandel. Dabei gilt es jedoch noch viele Probleme zu lösen. Seit Kurzem widmet sich Lena-Sophie Müller als neue Geschäftsführerin der Initiative D21 dieser Aufgabe. eGovernment Computing sprach mit ihr über ihre Vorstellungen.

Frau Müller, Sie haben vor wenigen Wochen die Geschäftsführung der Initiative D21 übernommen. Was zeichnet diesen Job aus?

Müller: Sind es wirklich erst ein paar Wochen? Mir kommt es schon viel länger vor. Der Job ist sehr abwechslungsreich. Ich komme mit ganz vielen Themen in Berührung: Zukunft der digitalen Bildung in der Schule, Fragen der Verwaltungsmodernisierung bis hin zu Ausbau der Breitbandnetze in Deutschland oder Daten- und Verbraucherschutz. Vieles davon betrifft mich nicht nur beruflich, sondern auch privat. Das macht es so spannend.

Was sich dabei immer wieder zeigt: Es gibt selten den einen richtigen Weg. Da prallen in der NSA-Debatte plötzlich zwei grundlegende Bedürfnisse auf einander, das nach Freiheit und das nach Sicherheit. Solche Fragen löst man nur gemeinsam. Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Medien müssen sich austauschen und zusammenarbeiten. Sie an einen Tisch zu bringen, ihnen eine neutrale Plattform zu bieten, das ist meine zentrale Aufgabe als Geschäftsführerin der Initiative D21 und die meines Teams.

Diese Spannungsfelder, die Abwechslung und die Chance mitzuwirken, das motiviert mich. Und ich beobachte, dass es meine Kollegen ähnlich geht. Wir sind zwar nur ein kleines Team, aber dafür ein sehr engagiertes, das immer am Puls der Zeit agiert- technologisch wie politisch.

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