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Infrastruktur für Verkehrsmanagement, Zusammenarbeit, Videokonferenzen und IT

Ein Netz für Wasser, Straße & Schiene

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Auch mobiles Arbeiten ist erstmals über die eingebettete WLAN-Technologie möglich. Damit könnten sämtliche Mitarbeiter von jedem Ort im Hafen aus auf Kontakte, Daten und Anwendungen zugreifen. Mit dem neuen Netz führte die HPA auch Microsoft SharePoint ein.

Mit dieser Lösung lassen sich Dokumente austauschen und gemeinsamen bearbeiten. Sie wird in allen Abteilungen der HPA eingesetzt, zum Beispiel um die Infrastruktur strategisch zu planen, neue Kaimauern und andere Bauwerke zu entwerfen, Immobilien auf dem Hafengelände zu vermieten oder die Hafenbahn zu koordinieren.

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Kosten senken mit A­uszeichnung

Durch die neue Netzinfrastruktur kann die HPA alleine die Betriebskosten über sieben Jahre von 5,3 auf 1,5 Millionen Euro reduzieren. Im Vergleich zu den nötigen Investi­tionen in die vier alten Netze ging der Aufwand von 2,4 auf 1,6 Millionen Euro zurück.

Zudem ist die deutlich einfachere Administration zu erwähnen, zum Beispiel durch die erstmals mögliche Fernwartung, die ebenfalls zu geringeren Managementkosten führt. Die neue Lösung überzeugte nicht nur die HPA, sondern auch die Jury des 11. eGovernment-Wettbewerbs 2011. Dort wurde sie als „Bestes Modernisierungsprogramm Deutschlands“ ausgezeichnet.

„Auf diesen Preis sind wir natürlich sehr stolz, doch ohne Unterstützung durch Cisco und unsere Lösungspartner hätten wir ihn nie erhalten“, so Sebastian Saxe. „Die bewährte Zusammenarbeit mit Cisco war auch bei diesem Projekt sehr professionell und zukunftsweisend. Die Support Services liefern immer schnell die richtigen Antworten. Mit den Dienstleistern hatten wir ebenfalls ständigen Kontakt und sie entwickelten gemeinsam mit Cisco die optimalen Lösungen.“

Am Projekt waren insgesamt vier weitere Partner beteiligt. Dataport war für die Verlegung der Leitungen zuständig, Computacenter für die Hardware, Dakosy für die Software und Lufthansa Systems als Projektplaner für das Hafenbahnnetz.

In Zukunft geht noch mehr

„In naher Zukunft wollen wir Unified Communications mithilfe des bereits eingesetzten Cisco Call Man­agers einführen“, führt Sebastian Saxe aus. „Damit könnten unsere Mitarbeiter sofort sehen, wie der gewünschte Gesprächspartner am besten erreichbar wäre. Zudem ließe sich ein Chat schnell zu einer Videokonferenz erweitern.“ Außerdem möchte die HPA die noch vorhandenen drei Leitstände zur Koordinierung des Verkehrs auf Wasser, Straße und Schiene in einen Leitstand integrieren.

Gleichzeitig plant sie, eine neue Applikation für die Steuerung der Hafenbahn zu installieren. Damit will sie das vorhergesagte Umsatzwachstum bewältigen. Bis 2025 wird sich nämlich der Container-Durchsatz im Hamburger Hafen im Vergleich zu heute verdoppeln. Da die Hafenfläche bereits vollständig genutzt wird und keine neuen Wasser- oder Landwege verfügbar sind, muss die HPA ihre Prozesse optimieren.

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